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Rise Of Kronos: Council Of Prediction

Eine Schippe mehr Boshaftigkeit, ein Quäntchen mehr Druck
Wertung: 8,5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 37:30
Release: 25.03.2022
Label: MDD Records

Bei den Hamburger Death Metallern Rise Of Kronos war viel los in den letzten beiden Jahren: Ursprünglich unter dem Namen Surface bekannt, wechselten Fronter Tom und seine Mannen den Bandnamen, um der griechischen Thematik noch mehr gerecht werden zu können, dabei blieb man gottlob im selben Line-Up; von Reaper Entertainment hatte man sich nach der Veröffentlichung der letzten Platte „River Of Souls“ aus dem Jahr 2019 verabschiedet, mittlerweile kümmern sich MDD Records um die Belange der Band, die zum Beispiel auch die genialen Vamacara mittlerweile unter ihre Fittiche genommen haben. Auf der neuen Scheibe „Council Of Prediction“ gibt es dann erstmals auch gut ausgesuchte stimmliche Gastauftritte zu bewundern; dazu aber gleich mehr.

Unterstützung haben Rise Of Kronos und in vorderster Front Sänger Tom eigentlich nicht nötig, entsprechend deftig startet die Truppe mit dem, einem Intro namens „The Jury“ nachgestellten Opener „Cosmic Order“ in den munteren todesmetallischen Reigen, der sich textlich noch mehr mit der griechischen Mythologie und der dahinterstehenden Philosophie beschäftigen soll als die drei Vorgängerscheiben. „Cosmic Order“ war bereits im Vorfeld veröffentlicht und von den Fans begeistert aufgenommen worden; düster-schleppend groovt sich der Song durch Trommelfelle, Doublebass-Attacken bringen durchaus mal Schwung in die Geschichte, die zäh dahinfließenden Riffs geben dem Song aber einen massiven Anstrich, der von Toms mächtigen Growls nur noch untermalt wird.

Interessant ist dann auch die Entscheidung, für die Gastauftritte keine neuen Songs bereitzustellen, sondern alternative Versionen aufzunehmen – „Cycles“ beispielsweise erhält mit der keifigen Stimme von Hiraes-Sängerin Britta Görtz einfach noch mal eine fiese Schippe obendrauf, und Death-Urgestein Thomas Gurrath (Debauchery, Bloodgod) ist mit seinem unnachahmlich bösen Organ sowieso immer einen Hördurchgang wert. Sogar das von Haus aus schon brachial ballernde „Divine Betrayal“ kann mit Stillbirth-Lukas mehr Gewicht auf die Waagschale werfen.

Neben den wirklich guten Collabos können Rise Of Kronos aber auch mit Songs wie dem donnernden „Gladiator“ hoch punkten. Auch schön: Der Titel „Allegory Of The Cave“, der sich auf Platons Höhlengleichnis bezieht – hochspannend, ein solches Thema in den größtenteils doch eher groben Death-Metal-Kontext einzubinden und dann auch noch mit einem beinah tanzbaren Riff zu untermalen.

Unterm Strich knüpfen die Hamburger ziemlich nahtlos an ihre ja nun noch nicht allzu weit zurückliegenden Surface-Zeiten an. Hier und da meint man, eine Schippe mehr Boshaftigkeit, ein Quäntchen mehr Druck zu spüren, was „Council Of Prediction“ natürlich ausgesprochen gut tut. Wer die Band schon mochte, wird weiterhin Fan bleiben; wer sich dem Death Metal verbunden fühlt und bisher über die Combo hinweggesehen hat, sollte dringend einen Lauschangriff einplanen. Und mit MDD Records im Rücken sollte sich der Bekanntheitsgrad eigentlich deutlich erhöhen in der nächsten Zeit.

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