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Rhapsody Of Fire: Triumph or Agony

Business as usual...of fire!
Wertung: 6/10
Genre: Symphonic Power Metal
Spielzeit: 59:39
Release: 29.06.2006
Label: Steamhammer/SPV

„Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix!“ Na, wer erinnert sich noch daran? Niemand?! Okay, ist auch egal. Die Begründer des „Symphonic Epic Hollywood Metal“ (immer wieder schön zu lesen) Rhapsody mussten sich also wegen Urheberrechten umbenennen und haben sich dazu entschlossen, ein simples „of Fire“ an ihren Namen dranzuhängen. Und auch wenn die Band nun (bekannt) große Töne spuckt, hat sich im Endeffekt gar nichts verändert. Wie schon in meinem Review der Live CD erwähnt, war ich in meiner „Anfangszeit“ durchaus ein Fan der Italiener, habe ihren Werdegang jedoch kaum verfolgt. Mein Hauptkritikpunkt der Live CD, nämlich die fehlende Atmosphäre durch die künstlichen Chöre und Orchesterklänge, greift bei einem Studioalbum nur bedingt. Denn was ich der Band zu gute halten muss, ist, dass diese Teile ihrer Musik mittlerweile wirklich gut klingen.

Wenn du also nun ein Fan der Band bist, brauchst du nicht weiterzulesen. Auch als Rhapsody of Fire weicht die Band nicht einen Millimeter von ihrer Marschroute ab. Bombast pur, Fantasy Texte en masse, viel „Geduddel“ und kaum was „auf die Zwölf“ - Rhapsody of Fire sind nicht schwer zu erkennen. Während ich Alben wie „Dawn Of Victory“ auch heute immer wieder gern mal herauskrame, gibt mir „Triumph Or Agony“ kaum etwas. Mag vielleicht nur an dem Nostalgiefaktor liegen, aber Hooklines haben Turilli und Staropli auch schon bessere geschrieben. Über jeden Zweifel erhaben ist eigentlich nur Sänger Fabio Lione. Aber zur Musik...

Das Intro ist genauso typisch, wie der nachfolgende Titeltrack, der noch im gehobenen Mittelmaß anzusiedeln ist. „Hear Of The Darklands“ geht sogar richtig ins Ohr, was nicht zuletzt an der tollen Gitarrenmelodie liegt. Das ruhige, beschwingte „Old Age Of Wonders“ geht ein wenig in die Richtung von Blackmore's Night, könnte aber etwas kompakter sein. Bis der wirklich gute Refrain ertönt, zieht sich das Lied leider etwas hin. Dennoch: Daumen hoch, ihr könnt es ja doch noch!

Kennt ihr Eros Ramazotti-Fans? Dann spielt ihnen mal „Il canto del vento“ vor. Das soll jetzt nicht gehässig wirken, aber die Ballade geht schon ein wenig in die Richtung. „Silent Dream“ würde mir mit etwas weniger Bombast wesentlich besser gefallen, aber ein gutes Mid-Tempo Stück haben die Jungs da doch „verbrochen“. So weit so gut, aber viele Stücke kranken an entweder zu vielen oder gar keinen Ideen und dümpeln erschreckend belanglos vor sich hin. Exemplarisch dafür sei hier das 16minütige „The mystic Prophecy Of The Demon Knight (....)“ (ich schreib bestimmt nicht den ganzen Namen) genannt. Es kommt mir so vor, als würde man sich hier von Teil zu Teil retten und damit die wenigen, zündenden Ideen einfach erdrücken. Im letzten Lied spricht übrigens wieder Christopher „Saruman“ Lee einen kleinen Teil. Zumindest klingt der Mann doch sehr nach der Schauspiellegende.

Ein Album mit Licht und Schatten also! Es mag daran liegen, dass ich die erste und die dritte Scheibe damals so oft gehört habe, aber trotz einiger positiver Aspekte kann ich „Triumph or Agony“, wie erwähnt, nicht allzu viel abgewinnen. Wenn jemand die Band vorher nicht leiden konnte, wird er das ähnlich sehen. Den Fans ist das natürlich egal, aber ich verzichte dankend. Wenn ich solche Musik hören will, greife ich zu „Dawn Of Victory“ oder zu Turillis Solo Debüt „King Of The Nordic Twillight“. Rhapsody of Fire sind aber sicherlich besser, als ihre zig Nachahmer, deren Zahl ja glücklicherweise stark zurückgegangen ist.

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