Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Revolting Cocks: Cocktail Mixx

"Cocktail Mixx" oder: Wieviel Alkohol verträgt ein Mensch?
Wertung: 9/10
Genre: Industrial Metal
Spielzeit: 53:8
Release: 06.03.2007
Label: AFM Records

Ganze dreizehn Jahre haben die Revolting Cocks sich rar gemacht, um dann in 2006 wie Phönix aus der Asche zu steigen. „Cocked And Loaded“ (Review von A. Müller auf dieser Seite) heisst der Wiedereinstieg in das musikalische Dasein der Neuzeit. Aber damit nicht genug. 

„Cocktail Mixxx“ nennt sich die aktuelle Verführung der Herren um Ministry – Mastermind Al Jourgensen. Keine neue CD – sondern der komplette Remix von „Cocked And Loaded“, angefertigt von Luc van Acker (belgischer Musiker und Produzent), Clayton Worbeck und Phildo Owen (Skatenigs).

Mit aller gebotenen Konsequenz haben die drei Herren das vorhandene Material durch die Mixer gejagt und sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielt.

Um das Ganze für Euch zu einer musikalisch-alkoholischen Rundreise werden zu lassen, habe ich jedem Song einen Cocktail zugeordnet.

Willkommen in der Industrial – Disco. Viel Spass beim Tanzen und Probieren der Cocktails.

Titel 1: Fire Engine (Gunnby Mixxx)

Cocktail: Wodka Martini

waschechter Floorfiller und –killer, der abgeht wie die berühmte Katze von Herrn Schmidt; Sirenengejaule, Strassengeräusche, wilde Gitarren und ordentlich Tempo; Fertig ist der Lack!

Titel 2: 10 Million Ways To Die (Jammin’ The Radar Mix)

Cocktail: Zombie

Ragga – Rhythmen, diverse Percussionsinstrumente, Orgeltupfer, ein paar Gitarrenlicks und schmissige Bläser; ab in die Sümpfe von Louisiana zum Zombiedance; Partytime!!!

Titel 3: Caliente (Searing Social Problem Mix)

Cocktail: White Russian

genau: Freak Out heisst das Sprachsample am Anfang, yeah!!!, donnernder Bass, peitschende Samples, willkommen zur ersten Industrial – Polonaise

Titel 4 : Prune Tang (Prune Juice Cocktail Mix)

Cocktail : Cuba Libre

wem das zu gemütlich war, der mache sich startklar; vom ersten geht es ohne Vorwarnung in den sechsten Gang; von Null auf Zweihundertfünfzig; „Jesus built my hotrod, it’s a love affair“; hier wird sich in bester Ministry – Manier ausgetobt; genial!

Titel 5: Dead End Street (86 Mixxx)

Cocktail: Bloody Mary

katzenähnliche Geräusche am Anfang; ein klassischer vier-viertel Takt und ein EBM – Beat bekriegen sich; Hupen, Trillerpfeiffen, wilde Gitarrenorgien und der Hinweis, dass man der „scum of the society“ am Ende der „Dead End Street“ ist; böse!

Titel 6: Pole Grinder (It Hurts When I Piss Mix)

Cocktail: Harvey Wallbanger

noch ‘ne Industrial – Polonaise mit dem Motto des Abends “Lovin’ you baby!”; stampfendes, überdreht – chaotisch wirkendes Monster, das richtig weh tut; zu guter Letzt hat man Robert Plant (Led Zeppelin) auf den Elektrischen gebunden und lässt ihn unter Stromstössen immer wieder das Motto schmettern, um es durch „boom, bamm, bang“ abzurunden; weird !!!!!!!

Titel 7: Jack In The Crack (Crackrock Mix)

Cocktail: Rusty Nail

um einen monoton vor sich hin werkelnden Bass werden allerlei Samples und Geräusche gebaut; ein paar Gitarrenriffs sorgen für Abwechslung; Schreie, Gelächter und mehrere Grindcore – mässige Ausbrüche auf der Klampfe; Erlösung!

Titel 8: Devil Cock (Sum Yunguy Mix)

Cocktail: Manhattan

Violine, Countryklänge, ein krähender Hahn, orientalischer Rhythmus, heavy Gitarren -> zu langsam, kein Problem; neues Tempo zwei-viertel Takt; es wird aus allen Rohren geballert, bis die Luft wegbleibt; dann kurz wieder zurück in den Orient und aus

Titel 9: Viagra Culture (Fat Juicy Hog Mix)

Cocktail: Long Island Ice Tea

ein wild – stampfender, monotoner Rhythmus wird ergänzt durch schier endlos scheinende Sprachsamples, Geräusche und Effekte; fieser Bastard aus Skinny Puppy und Ministry

Titel 10: Revolting Cock Au Lait (Le Coq Au Lait Mix)

Cocktail: B 52

verschleppter Beat, Scratchen, Sprachsamples und eine Stimmung, als hätte man bewusstseinserweiternde Substanzen genommen; dann wummert der Bass los und aus dem Synthie werden diverse Melodien gezaubert, unter denen irgend jemand immer wiederholt „Ride On!“ ruft; sick!

Titel 11: Fire Engine (Stayte Of The Nation Mix)

Cocktail: Tequila Sunrise

hier gibt es noch mal Industrial zum wilden Abtanzen und Mitgröhlen; Partytime!

Fazit: Freaky, fuckin’ and weird! Dies Album ist definitiv eines aus der Kategorie “Lieben oder hassen!”. Ich liebe es.

P.S.: Sollte es jemand schaffen, sowohl das Album am Stück durchzuhören als auch zeitgleich die genannten Cocktails zu geniessen, bitte Nachricht an mich.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna