Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Reverence: When Darkness Calls

Gemischte Gefühle begleiten dieses Album
Wertung: 6,5/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 49:04
Release: 31.05.2012
Label: Infektion Records

Wenn man den Bandnamen liest, dann schließt man nicht auf die hochkarätige Besetzung, die hinter der recht jungen Band steht. Reverence aus Amerika rekrutiert sich aus allerlei bekannten Musikern. Zusammen haben sie nun ihr erstes Album auf den Markt gebracht.

Da sich die Musiker aus Leuten von Tokio Blade, Savatage und Burning Starr zusammensetzen, ist es nicht schwer, vorab schon eine Vermutung aufzustellen, wohin die Reise gehen wird. Aufgetischt wird natürlich Power Metal der amerikanischen Machart. Es ist dabei auch nicht verwunderlich, dass man Ansätze der gerade genannten Bands immer wieder heraushören kann. Wie sollte es auch anders sein? Die eigentliche Frage bleibt aber, ob die Songs auch mit ihren großen Brüdern konkurrieren können.

Das kann man nicht so pauschal beantworten. Musikalisch kann man an der Gruppe praktisch gar nichts bemängeln. Das Songwriting wurde sorgfältig betrieben und keiner der elf Songs fällt auf voller Linie durch. Die erste Prüfung wäre also bestanden. Allerdings zeichnet sich schon sehr schnell ab, dass die Lieder zwar technisch ausgereift sind, es fehlt allerdings an einer gewissen Griffigkeit. Den größten Charakter weist der Titel „Bleed For Me“ auf.  Der Titel ist gleichzeitig die stärkste Nummer auf dem Rundling. Nach dem eben genannten zweiten Titel fällt das Potential leider schnell wieder auf ein nur knapp über dem Durchschnitt liegendes Niveau. Technisch gibt es auch weiterhin nichts auszusetzen, allerdings fehlen die mitreißenden Melodien zunehmends. Immer stärker weichen die attraktiven Riffs mittelmäßig interessanten Power-Chord-Schrubbeleien, die man von Schülerbands erwarten würde. Mit den Schlagzeugpatterns verhält es sich ganz ähnlich. Diesen Missstand können auch der durchweg tolle Gesang und die geilen Gitarrensoli nicht ausmerzen.

Der Titel „Monster“ reißt das Ruder noch einmal herum. Die Nummer klingt besonders, weil sich ein wuchtiges Riff mit einem nicht gleich identifizierbaren Gesang paart. Diese Kombination erregt sofort Aufmerksamkeit und bindet den Hörer an das Wiedergabegerät.

Alles in allem vereint die Band alle nötigen Elemente in sich. Es sind ganz tolle Musiker am Werk, die Produktion ist spitzenmäßig und ganz viele Songwritingideen könnten zu wirklichen Krachersongs führen. Die praktische Ausarbeitung sieht nicht mehr ganz so rosig aus. Man hätte aus den Liedern deutlich mehr machen können. Bei einer Garagenband könnte man hier noch ein Auge zudrücken, aber wenn man die personellen und technischen Möglichkeiten von Reverence hat, dann sollte einfach mehr drin sein.

comments powered by Disqus

Große Vorbands und ein nicht ganz überzeugender Headliner

Das Chaos sickert allmählich nach Deutschland

Auf Tour geht es nun auch für die Ungarn

Versus You und Flash Forward sind mit am Start

Irgendwo zwischen begeistertem Zuhören, Interviewen und Abhängen