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Revel In Flesh: Relics Of The Deathkult

Vinyleske Raritätensammlung nun auch als CD
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 55:37
Release: 16.03.2018
Label: War Anthem Records

Fans der Old School Death Metaller Revel In Flesh mussten seit deren Gründung im Jahre 2011 und dem Debütalbum „Deathevokation“ eh schon immer „auf Scheibe“ sein (der Kalauer musste jetzt sein; Anm. d. Verf.), denn das baden-württembergische Quintett entwickelte fortan eine Vorliebe für limitierte Split-7", bei denen sie dann auch immer exklusive Songs verwendeten – nun ja, bis auf die Ausnahme „Casket Ride“, welcher sich auf der Split-7" mit Wommbath sowie auf dem vierten Studioalbum „Emissary Of All Plagues“ tummelte. Somit sind also im Laufe der Jahre acht exklusive Nummern entstanden, die für Vinylisten zugänglich waren, mehr dann aber eben auch nicht. Komplettiert wird die Compilation „Relics Of The Deathkult“ mit drei Covertrackversionen, wobei „Pay To Die“ – im Original von Master – und „Mutilation“ von Death wohl speziell für diese VÖ aufgenommen wurden. Lediglich „Deny The Light“ von Headhunter D.C. fand man schon auf der noch recht frischen Split-7" mit Under The Church aus dem Jahre 2017.

„Das vorgestellte Material wird in genau dem ursprünglichen Sound präsentiert, kein Remaster oder was auch immer“, so die Aussage im beiliegenden Schreiben – erfahrene Compilation-Sammler oder eben diejenigen, die die Songs schon kennen, können nun an einer Hand abzählen, dass leider eben auch ein paar Qualitätsunterschiede auftauchen werden. Egal, wenn schon eine Zusammenstellung Sinn macht, dann eben, wenn man mittlerweile rares „Bonusmaterial“ hochklassig vor den Latz geknallt bekommt, denn eines ist sicher und dafür stehen Revel In Flesh nach wie vor: Hier regiert nur der Old School Death.

Wer nach Innovationen sucht, der ist mit Revel In Flesh eh schlecht beraten, wer aber eine derb aggressive Grundnote mit reichlich herben Melodien bevorzugt und dabei auf Truppen von Dismember über Master bis Entombed abfährt, der dürfte sich locker im todmetallischen Himmel wähnen. „Corpus Vermis“ fängt zwar schwer doomig an und innerhalb des Songs tauchen immer auch weiterhin ein paar doomige Etappen auf, doch die Grundausrichtung mit den schon früh fies am Nervenkostüm kratzenden Vocals ist eher in der Midtempo-Stampfer-Markierung zu finden. Soundtechnisch mag „Phlebotomy: Blood Dripping Healing“ ein bisschen stumpfer als der Rest der Songs sein, trotzdem gehört er zu den typischen Bandnummern mit reichlich Melodie und schwedischen Todeseinflüssen.

Hier ein paar schön sakrale Backgroundchöre wie in „A Chant Of Misery“ und neben der Schredderei ein paar schöne Melodien, dort in „Nightrealm Ghouls: The Dead Will Walk The Earth“ einfach wieder eine zackigere Herangehensweise mit Doom und Melodie und dann eben auch wieder die richtig schwere Doom-Walze mit reichlich Melodie und dem von tief gurgelnd bis angekratzt angepissten Gesang; allein schon wegen der gut sieben Minuten Spielzeit ein wahres Schwergewicht. Oder aber lieber die zackige Aggropeitsche in „Deathkult“, ohne aber zu vergessen, im Tempo zu variieren oder eben auch mal ein bisschen bandtypische Melodie einzustreuen.

Dazu drücken Revel In Flesh den Coversongs auch ihren Stempel auf, sind aber dabei zu Genre-behaftet – da knallen doch Coverversionen wie „Necropolis“ von Manilla Road wie auf dem dritten Longplayer „Death Kult Legions“ oder eben „Doctor Doctor“ von UFO auf dem aktuellen Album „Emissary Of All Plagues“ deutlich besser. Kleiner Wermutstropfen ist aber auch, dass gerade der Master-Song viel zu leise aus den Boxen dröhnt, denn der Übergang zur Death-Nummer ist doch heftig, sodass man wohl eiligst zur Anlage springt. Unterm Strich ist das Dingen hier aber nicht nur für Sammler interessant... man muss halt nur auf böse stehen.

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