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Revealing Dawn: Misguided Light

Feinsinnigkeit trotz Missverhältnissen
Wertung: 5.5/10
Genre: Death Metal/Folk Metal
Spielzeit: 34:02
Release: 30.10.2010
Label: Eigenproduktion

Revealing Dawn bringen mit „Misguided Light“ nicht nur ihre erste EP heraus, sondern veröffentlichen auch nach lediglich vier Jahren Bandbestehen damit eine recht kunstvolle Scheibe. Die aus einer Pagan-Black-Metal-Formation entstandene Band richtet ihr Augenmerk bei „Misguided Light“ aber nicht auf oben genannte Genres, sondern spielen
sich auf eine Mischung aus Death und Folk Metal ein.

Die Musik von Revealing Dawn wird auf dieser EP von mehreren, sich absetzenden Aspekten dominiert, welche die Musik in ihrer Vielschichtigkeit ausmacht. Zum einen wären da die treibenden, überaus schlagkräftigen Drums, durch welche die Musik sehr viel an Fahrt gewinnt. Leider ist aber auch wahrzunehmen, dass bei dem Schlagzeug mehr auf Schnelligkeit als auf Abwechslung gesetzt wird. Dadurch wirkt dieser Aspekt auf Dauer zwar gut gespielt, aber einfallslos.

Ein zweiter Aspekt ist der Einsatz der Geige, welche als einziges traditionelles Instrument Verwendung findet. Bandmitglied Antje spielt diese auf zarte wie auch flinke Weise und trägt eine Menge zu dem Folkcharakter der Musik bei. Ihre Art, sich mit der Geige in die Death-Metal-Klänge zu integrieren, ist so feinsinnig, dass „Misguided Light“ dadurch stark an Glanz und Kreativität hinzugewinnt. Höhepunkte bilden die melodischen Verknüpfungen von den E-Gitarren mit der Geige, welche in „Final Stand“ besonders gut herauskommen. Revealing Dawn achten außerdem darauf, diesem zarten Instrument genug Raum in ihrer Musik zu geben, so dass auch ruhige Abschnitte eingeplant wurden. Bei diesen kann sich die Geige mit Unterstützung einer Gitarre klangtechnisch entfalten. In „Catharsis“ oder „Final Stand“ sind solche Passagen deutlich auszumachen.

Ein weiterer Punkt, der bei „Misguided Light“ auffällt, sind die überaus tiefen und brachialen Death-Metal-Vocals. Diese sind so kehlig angelegt, dass sie sich sehr dumpf zeigen. Abwechslung findet die Stimme in hohem Kreischen, welche stark in die Richtung von Pig Squeals tendieren. Für sich genommen scheint die Stimme daher fast mehr in den Core-Bereich zu passen und rettet sich nur über das derbe Growling in den Death Metal. Insgesamt fällt aber auch auf, dass die Vocals so stark nach innen gesungen werden, dass sie im Widerspruch zum zarten Geigenspiel stehen und dieser Gesang bis zum Schluss nicht mit der Geigen-dominierten Musik zu harmonieren weiß. Ganz anders zeigen sich die klaren, folk-ähnlichen Gesänge. Diese harmonieren nicht nur mit den Instrumenten, sondern fallen auch wesentlich emotionsgeladener aus und begeistern vor allem in „iGoat“ durch ihre Authentizität.

Auf der gesamten CD fällt die Ausgewogenheit zwischen den Lautstärken der Instrumente auf. Auch wenn das Schlagzeug prägnant ist, so wurde darauf geachtet, hiermit nicht die anderen Instrumente zu überspielen. Auf diese Weise kommt selbst die Geige, wie oben beschrieben, zum Zug und ist neben allen anderen Instrumenten deutlich auszumachen. „Misguided Light“ bietet schwungvollen, dynamischen Death Metal, der trotz seiner kreativen Ideen seine Diskrepanz zwischen Stimme und Geige leider nicht verbergen kann. Leider ist auch bei der Wucht, die Death Metal vermitteln kann, nicht aus den Vollen geschöpft worden, so dass diese EP zwar interessant ist, aber den Hörer nicht wirklich mitreißt. Hinzu kommt, dass gerade die überzeugenden, klaren Vocals nur äußerst selten zum Einsatz kommen.

Trotz alledem ist die Kreativität dieser Band nicht zu übersehen, so dass man, auch wenn diese EP nicht vollends überzeugen kann, schon sehr auf die nächste CD gespannt sein darf.

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