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Retribution: C.H.A.O.S.

Operation "Konzeptalbum" erfolgreich abgeschlossen
Wertung: 9.5/10
Genre: Thash Metal
Spielzeit: 58:41
Release: 18.03.2009
Label: Eigenproduktion

Unsere niederländischen Nachbarn von Retribution haben in diesem Jahr mit „C.H.A.O.S.“ den Nachfolger zu ihrem Erstling „Black Lining“ aus dem Jahre 2006 am Start. Doch „C.H.A.O.S." ist nicht nur ein x-beliebiges Album, vielmehr stellt diese Langrille ein Konzeptalbum dar. Keine leichte Aufgabe, ein solches Werk ins Leben zu rufen, denn der rote Faden sollte in einem solchen Projekt nicht verloren gehen. 

Man hört Kinderstimmen und aufziehende Truppen hinter einer Keyboardmelodie eingangs “City In Ruins”, was perfekt eine aufkommende Bedrohung intoniert. Danach kommt man zum eigentlichen Song, in dem es hauptsächlich im Midtempo, garniert mit gelegentlichen Ausflügen in schnellere Gefilde, vonstatten geht.

Wenn man eine Umfrage starten würde, welcher Song denn die Bandhymne der Niederländer schlechthin ist, dann wette ich, dass zu über 90 Prozent der Song „Retribution“ gewählt werden würde. Nein, nicht nur wegen des Songtitels, man höre sich vielmehr nur einmal das Eingangsriff mit anschließendem „Let´s go to war!“ an und schon dürfte alles klar sein. Ein sehr guter Song in der Tradition von Retribution. 

Im Verlauf des ziemlich zum Headbangen animierenden Stückes “Child Of The System” überraschen die Jungs des Weiteren mit doppelten Gitarrenläufen. Doch auch bei dem in schnelle bis ganz schnelle Regionen rasende „The Glass Tower“ sollte man nicht dem Irrglauben erliegen, man käme headbangtechnisch zur Ruhe. In „The Original Syn” kann man sehr klar den Bass vor sich hin brabbeln hören. 

Das richtig flotte Stück „Rebel“ wird ein jeder Fan lieben, der auch die Aachener Thrasher von Scornage auf seinem musikalischen Speisezettel stehen hat. Hier weiß das Riffing sehr zu gefallen und kann immens viele Sympathiepunkte einheimsen. 

Noch einen Tacken aggressiver als das vorausgegangene „Rebel“ gestaltet sich „Resist The Oppressor“, wo auch wieder die ausgeklügelten Doppelläufe der Gitarrenfraktion zum Vorschein kommen. Mit diesem Stück präsentieren die Musiker einen der besten Songs auf diesem Konzeptalbum. 

Durch recht stakkato-artiges Riffing zeichnet sich „Violation Of Trust“ aus. Diverse eingespielte Samples, die gegen Songende ein hörspielartiges Ausmaß annehmen,  erschaffen zusammen mit dem dominanten, melodienarmen Riffing eine endzeitliche Atmosphäre.

Ehrlich gesagt finde ich Retribution aber genau in den Momenten besser, wenn sie etwas mehr Farbe - ich meine natürlich: mehr Melodie - ins Spiel bringen, wie sie im folgenden „Despair“ eindrucksvoll präsentieren. Hier gestaltet sich sogar das Riffing recht harmonisch, was dieses Stück zu einem weiteren Tipp avancieren lässt. Eine gänzlich neue Seite ziehen die Jungs auf, indem hier nämlich Cleanvocals auftauchen, die perfekt in den Gesamtkontext passen. Im Verlauf dieses Stückes kommt eine melancholische Stimmung auf. Gerade diese allmähliche Steigerung haben die Jungs sehr gut umgesetzt. 

Mit ganz ruhigen Gitarrenklängen starten wir in das letzte Stück „The Final Hour“ und diese Klänge an sich lassen Gedanken aufkommen an eine zerstörte Landschaft nach einer geschlagenen Schlacht. Gerade im Sektor der Gitarrenabteilung schafft es auch dieser Song mit Leichtigkeit, zu einem Anspieltipp zu avancieren. Zum Schluss wird – ganz einer Rahmenhandlung gleich – das Riff, das man schon am unmittelbaren Beginn des Albums vernommen hat, wieder aufgegriffen. 

Fazit: Die Operation Konzeptalbum haben Retribution mit Bravour gemeistert. Dies hier ist Thrash Metal mit Köpfchen, und dies nicht nur im Sinne des Headbangings. Wenn sich die Niederländer mit künftigen Releases weiter steigern, ist gar nicht abzusehen, wo das noch enden wird.

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