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Resurrecturis: Non Voglio Morire

Ungewöhnlich – in jeder Hinsicht
Wertung: 9/10
Genre: Modern Death Metal
Spielzeit: 49:32
Release: 22.05.2009
Label: Casket Music

Es ist schon merkwürdig, wenn eine Band, die dem Death Metal frönt, ein Album mit dem Titel „Non Voglio Morire“ veröffentlicht, was auf deutsch soviel wie „Ich will nicht sterben“ heißt. Es stammt von den noch recht unbekannten Italienern Resurrecturis und ist die erste von zwei geplanten CDs, die das Leben des Gitarristen der Band, Carlo Strappa, behandeln.  Man widmet sich genauer gesagt der Art und Weise wie das Dasein als Künstler sein Leben verändert und er mittels Musik seine Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringt.

So startet das Album gleich recht spektakulär mit zwei Intros. Während „Prologue“ ein nicht weiter erwähnenswertes Instrumentalstück ist, zeigt „The Origin“ – und auch das den Intros folgende „Fuck Face“ mit ihren deutlichen Ansätzen zum Grindcore bereits die Experimentierfreudigkeit der Italiener, die auf „Non Voglio Morire“ des Öfteren zum Ausdruck kommt.

Obgleich Resurrecturis in „Corpses Forever“ ihre Vorliebe für den Death Metal nicht leugnen, kann bereits “The Artist” als erste Überraschung des Albums gesehen werden. Mit den fast schon progressiv anmutenden Gitarren, der verzerrten, getragenen Singstimme des Sängers Janos Murri und dem Frauengesang im Refrain wird spätestens jetzt klar: Dieses Album ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich.

Und gleich darauf folgt schon ein weiteres Highlight: In „Save My Anger“ wird derart perfekter Melodic Death Metal gespielt, dass man sich schon fast fragt, ob Resurrecturis nicht vielleicht doch aus Schweden stammen.„Calling Our Names“, der längste Track der Scheibe, veranschaulicht dann auch, was die Band drauf hat: Ein ruhiger Part mit klarem, sanftem Gesang mündet unvermittelt in einen aggressiven Endteil, in dem sich Growls und Clean-Vocals so gekonnt überlagern, dass man fast Gänsehaut bekommt - ein weiteres Wahnsinnslied dieser mit ausgefallenen Liedern nicht geizenden Platte.

Erneut erwartet den Hörer in „After The Show“ Melodic Death Metal vom allerfeinsten, hier zusätzlich gepaart mit einem absoluten Hammerriff. Erwähnenswert wären noch die Ausflüge in die Gefilde des Black Metal im Track „Away From The Flock“.

Aller guten Dinge sind drei, das wissen auch Resurrecturis und so präsentieren sie mit dem Schlusstrack „In Retrospective“ die letzte große Überraschung des Albums. Mit akustischen Gitarren, Keyboardklängen und einem im Hintergrund gehaltenen gesampelten Stimmengewirr kommt hier ein letztes Mal die außergewöhnliche Singstimme Murris zum Vorschein. Hut ab vor diesem nun wirklich Death Metal untypischem Lied.

Neben der CD findet sich eine DVD mit dem Videoclip zum Lied „The Fracture“, dessen Making Of (leider ohne Untertitel), die am Clip beteiligten Personen, eine Fotogalerie und als großen Bonus den kompletten Liveauftritt der Band im Rahmen des neunten Fuck The Commerce – Festivals am 26. Mai 2006 in Luckau.

Mit „Non Voglio Morire“ haben Resurrecturis ein in jeder Hinsicht unkonventionelles Album hingelegt. Hier wandert man durch ziemlich alle Stilrichtungen des Metals, so dass das Album wirklich jedem, der sich in irgendeiner Form für scheuklappenfreien Metal interessiert, zu empfehlen ist.

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