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Resurrected: Resurrected

Gänseblümchen wären auch okay
Wertung: 7,5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 38:14
Release: 14.04.2017
Label: Metal Age Productions

Schaut man sich einmal an, wie lange Resurrected schon im deutschen und europäischen „Underground“ wüten, kann einen schon mal die Ehrfurcht packen. Gegründet 1993, Demo 1994, erste offizielle EP 1997 und dann folgten 20 Jahre mit regelmäßigen Veröffentlichungen. Das ist schon krass! Die extreme Musik der Jungs ist älter als der Großteil der potentiellen Hörer ihrer aktuellen, nach der Band selbst benannten Veröffentlichung „Resurrected“. Gespielt wird auf dieser heftiger traditioneller Death Metal und da muss man nun nichts von wegen gegenwärtiger Renaissance des Old-School-Todesbleis oder aktueller Schwemme an derartigen Veröffentlichungen daher faseln – Resurrected machen das halt quasi schon immer und springen mitnichten auf einen Hype auf.

Musikalisch überzeugt „Resurrected“ zunächst einmal durch eine gelungene Mischung aus Blastbeats, Groove und, wenn auch seltener, langsameren-schleppenden Abschnitten. Umrandet wird das Arrangement durch tiefe Growls, wie man sie beim Brutal Death Metal erwartet. Resurrected gelingt es, dass während der gesamten Spielzeit keinerlei Langeweile aufkommt, was in diesem Subgenre ja nicht unbedingt selbstverständlich ist. Ursache hierfür dürfte der Mix aus schnell und nicht ganz so schnell sein, also dass Blast- und Groove- Passagen sich einerseits gekonnt abwechseln und andererseits gegenseitig ergänzen. Die beinahe 40 Minuten Spielzeit sind wirklich schnell um, machen Spaß und gehen direkt in den Nacken. Live kommt das Ganze bestimmt gut rüber. Präsentiert wird „Resurrected“ in einem Sound, der ordentlich Rums hat, druckvoll ist, dabei aber nicht zu sauber klingt. Also auch hier gibt es nichts Erwähnenswertes auszusetzen.

Das Artwork ist durchaus hochwertig gestaltet, strotzt jedoch nur so vor Klischees: Jede Menge Schädel, eine gekreuzigte Leiche, Feuer, Tod und Zerstörung. Hat man so oder so ähnlich schon gesehen. Wer’s mag… Werbeplakate zum neuen Album in der Fußgängerzone, am Bahnhof oder noch besser in der Vorortwohnsiedlung wären mal eine lustige Sache. Apropos Klischees: Der lyrische Inhalt der Lieder passt natürlich zum Cover, das muss halt so sein: „you’ll never forget death“, „humanity will drown in fear“, „We still breed in a world of shit“ und und und. Is' klar, gehört beim Death Metal dazu. Gänseblümchen oder romantische Sonnenuntergänge wären als Themen für diese Art von Musik auch einfach nicht so willkommen und Klischees sind da, um bedient zu werden. Was erwartet man auch sonst auf einem Death-Metal-Album außer Tod und Zerstörung?

Fazit: Wenn Resurrected auf ihrem nächsten Album wieder so kurzweilige, nackenbrechende Death-Metal-Songs raushauen, dann darf es beim textlichen Inhalt auch ruhig um Gänseblümchen und rosa Einhörner gehen, dadurch würde die Qualität des Albums nämlich auch nicht nachlassen. Gelungener Output der alten Hasen. Fans des Genres machen nichts falsch, wenn sie „Resurrected“ einmal antesten.

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“