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Restricted Area: Core Excess

Anstrengendes, aber interessantes Album
Wertung: 7.5/10
Genre: Electro/EBM
Spielzeit: 35:!2
Release: 03.06.2011
Label: Ek Produkt

Elf Tracks haben die Electroniker von Restricted Area mitgebracht, mit denen sie nun überzeugen wollen. Immerhin hat es sieben Jahre gedauert, bis sie wieder an der EBM-Oberfläche mit einem neuen Album erschienen. Das ist aber auch nur der eine Teil, denn das Werk „Core Excess“ erscheint als Doppelalbum. Das zweite (nicht vorliegende) enthält zehn weitere EBM-Stücke.

Mit „Bulldozer“ geht es los. Vom Titel her macht man sich auf brachiale Bässe und kräftezehrende Melodien gefasst. In etwa stimmt das auch, aber nur in etwa. Das Stück klingt blechern und kann nicht so wirklich überzeugen, von einem Bulldozer wird einfach mehr Tiefe erwartet. Der zweite Track „Excess“ zeigt dann die Richtung auf, in die Restricted Area gehen werden mit dem Album. „Excess“ klingt melodischer und sauberer. Der Song nimmt mit und wird sicher die eine oder Tanzfläche vibrieren lassen.

Anders ist das wieder bei „D-Tox“, dem dritten Track des Albums. Auch wieder melodischer, doch mit härterer Gangart versehen, zeigt Peter Elm hier, was er unter EBM versteht. Das Interessante an dem Album ist, dass sich zwar über die elf Tracks eine klare Linie spannt, die die einzelnen Stücke miteinander verbindet, aber dass dennoch jedes Lied ganz für sich steht. Wichtig ist auch, dass die Songs wirken müssen, beim ersten Durchhören stellt sich eine leichte Überforderung ein und man ist hier geneigt, das Album entnervt zur Seite zu legen.

An dieser Stelle sei gesagt: Das sollte nicht getan, sondern dem Album eine zweite Chance gegeben werden. „Slacker“ beginnt als vierter Track und gerade um diese Jahreszeit erinnern die ersten Takte ans Oktoberfest. Genau das ist mit Verwirrung gemeint. Die Soundspuren sind so ineinander verflochten, dass ein genaueres Hinhören erforderlich ist. So schnell dieser Eindruck des Karussells vor dem Bierzelt da ist, so schnell ist er auch wieder verschwunden und der Hörer findet sich inmitten verzerrter Vocals wieder. Der Takt, hier gleichbleibend, hat beinahe etwas Hypnotisierendes.

„Weapon“ ist ähnlich gestrickt wie „Bulldozer“. Die Erwartung, direkt mit vollen Bässen einen auf die Nuss zu bekommen, wird zu Beginn des Songs so gar nicht erfüllt. Der Hörer findet sich im Stimmengewirr wieder und erst dann kristallisiert sich einer der stärksten Songs des Albums heraus. In dieses Stück verliebt man sich schon beim ersten Hören und möchte dazu direkt das eigene Wohnzimmer zur Tanzfläche machen.

Das Album ist gut, aber wären mehr Songs wie „Weapon“ enthalten, wäre das Album vermutlich nicht mehr wegzudenken. Zu viele Tracks, die zwar gut aufgenommen sind, bei denen viele Hintergedanken enthalten sind, beißen sich einfach nicht fest - weder im Ohr, noch in den Muskeln.

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