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Requiem: Infiltrate... Obliterate... Dominate

Ich mag Ecken und Kanten, aber ohne viel Schnickschnack
Wertung: 9/10
Genre: Death Metal
Spielzeit:
Release: 31.07.2009
Label: Twilight Vertrieb

Die Schweizer Death Metaller Requiem gibt es nicht erst seit gestern, haben sie doch schon 2001 ihren ersten Longplayer „Nameless Grave“ auf den Markt gebracht. Der diesjährige Output ist nun der Herren fünfter und wurde auf den Namen „Infiltrate...Obliterate...Dominate“ getauft. 

Was erwartet den Hörer, dem - Asche auf sein Haupt - die Schweizer bislang noch nicht soviel gesagt haben? Diese Frage lässt sich am besten mit dem Album selbst beantwortet, denn Worte vermögen die gewaltige Vehemenz kaum zu umschreiben, mit welcher einem beim Genuss des Albums selbst die Ohrläppchen im Takt mitschwingen. Die Jungs bieten kompromisslosen Death Metal der schnörkellosen Art. 

So knallhart die Tracks an sich rüberkommen, so viel Abwechslung steckt auch in jedem einzelnen von ihnen. Ein kerniges Riffing markiert den Einstieg in das Album mit dem Song „Marked By The Signs Of Chaos“ und eines wird sofort klar: Gefangene werden die Schweizer in der folgenden Dreiviertelstunde nicht nehmen. Dank seines nach vorn treibenden Riffings findet „Killing Cell” sicher allerorts seine Anhänger.  
Mit der Gewalt einer Dampframme walzt sich „Final Conflict“ seinen Weg Richtung Gedächtniszentrum, aus welchem dieses Stück nicht mehr so leicht zu entfernen sein wird, wenn es erstmal dort angekommen ist. 

Ein weiteres Beispiel für die hervorragend umgesetzte Variabilität in Sachen Geschwindigkeit sind die beiden Stücke „Infiltrate To Obliterate“ und „Obliterate To Dominate“, wo Breaks an genau den richtigen Stellen für das gewisse Etwas sorgen. 
Ohne mit den Wimpern zu zucken, hämmern die Jungs den nächsten Dampfhammer namens „The Die Is Cast“ raus. Man ist einfach nur fasziniert von dieser zwingenden Härte und Präsenz des Materials. Ein erstklassiges Stück. 

Man hat fast den Eindruck, als würden die Tracks mit zunehmender Spielzeit mehr und mehr zwingender, härter, schneller, denn genau diesen Eindruck vermitteln „Perish In Open Fire“ und „Hate Driven Heretic Deceit“, das in Sachen Tempo Doublebass-technische Spitzenwerte aufweisen kann. An dieser Stelle sei der Drummer Reto Crola explizit für seine erstklassige Leistung auf dem komplette Release gelobt.
Auch “A Haunting Warfare” und das abschließende „The Last Campaign“ faszinieren vollends und lassen den geneigten Hörer wild durch die Wohnung bangend zurück. Letzt genanntes Stück wird zum Abschluss ganz allmählich heraus gefaded, was das Album auf angemessene Art und Weise zum Ende bringt. 

An den Reglern saß Andy Classen, womit jedem klar sein dürfte, mit welch hoher Qualität das Endergebnis gesegnet ist, denn Andy hat dem Material eine fette Produktion verpasst, die sehr gut zu den Songs passt. 

Fazit: Ein verdammt starkes Album in Sachen Death Metal des Jahres 2009. Die erste Band, die es auf direktem Weg in die „Premier Killing League“ geschafft hat, ist zweifelsfrei Requiem.

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