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Repuked: Up From The Sewers

Ähnlich räudig wie der Vorgänger
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 38:58
Release: 13.09.2013
Label: Soulseller Records

„Ugly music for ugly people by ugly people“ – wenn das nicht mal eine Charmeoffensive ist, die Repuked mit ihrem Zweitling „Up From The Sewers“ bieten! Nach dem überraschend überzeugenden Full-Length-Debüt „Pervertopia“ vom Frühjahr 2011 hauen die Schweden auf der neuen Scheibe wieder mit allerlei Gliedmaßen um sich. Wie schon beim Erstling muss man sich hier nicht zwischen Death Metal, Rotzpunk, einer Prise Thrash und Grindcore entscheiden – die Mischung aus all diesen Stilen wird einem einfach vor die Füße gerotzt. Zu „Pervertopia“-Zeiten konnte man noch die bald einkehrende Monotonie bemängeln, man darf also gespannt sein, ob die Herren in diesem Punkt einen Schritt nach vorne gemacht haben.

Immer noch als Quartett unterwegs, prügeln sich Repuked hier durch fast 40 Minuten und elf Lieder, ohne größere Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Und wie auch bei der letzten Platte fallen hier vor allem die technisch hochwertigen Gitarrenparts ins Auge – man nehme nur den an sich recht entspannt dahin rollenden Titeltrack und Opener, bei dem im letzten Drittel ein wunderbares Solo eingebaut wurde. Diesbezüglich scheinen die Herren also nichts verlernt zu haben.

Auch was die Wahl der Songtitel betrifft, zeigen sich die Schweden von ihrer gewohnt herzigen Seite. „Fuck You, Fucking Whore“ beinhaltet natürlich eine Handvoll Schreie und brettert dann ein bisschen hölzern durch die Gegend. Bei „The Toilet Odors“ darf man sich dann wahrscheinlich glücklich schätzen, dass findige Forscher noch keine CDs mit Duftnote entwickelt haben – obwohl das wahrscheinlich massiv zur Authentizität der Band beitragen würde. Hier findet sich jedenfalls einer der grindlastigeren Tracks der Jungs, bei der man von den Lyrics so gut wie nichts versteht (was durchaus nicht der Regelfall bei Repuked ist, Geschrei hin oder her).

„Day Of Depravity“ ist dann zwar „nur“ ein instrumentales Zwischenstück, irritiert aber durch seine Kompatibilität mit diversen Dark-Electro/Gothic-Kapellen. Hätte man den Rest der Platte nicht gehört und würde den Stil der Band nicht kennen, könnte das gute Stück durchaus als Intro in diversen Nachtschattendiskos laufen. Dafür zieht das folgende „Cuntroast“ (Kulttitel; Anm. d. Red.) dann eine ordentlich schmutzige Rock’n’Roll-Spur hinter sich her – natürlich nicht ohne Geschrei, was die Mischung dann wieder interessant macht. Mittlerweile hat man es auch besser als beim letzten Album raus, die verschiedenen Sänger anhand ihrer Gesangsstile zu unterscheiden.

„Winter Puke Disease“ bremst das Tempo dann fürs Erste wieder runter, wird hier im Intro doch eher auf schleichendes Stampfen gesetzt – natürlich nur für kurze Zeit, dann werden die Füße wieder kollektiv aufs Gas gesetzt und die Gitarren schreddern in bester Death-Manier los. Mit „Porcelain Deathgod“ hinterlegen uns Repuked noch einen letzten Anspieltipp: Tiefe Growls werden über ein Bett von sonor stampfenden Gitarren und Drums gejagt, damit bleibt man aber die ganze Zeit so ziemlich im Midtempo-Bereich, was den Track nur noch schwerer und düsterer erscheinen lässt.

Repuked bewegen sich in ähnlichen Gefilden wie mit ihrer ersten Platte. Für Fans von nicht allzu stumpfem Death Metal, der sich doch recht homogen mit diversen anderen Stilen vermischt, sind die Schweden sicherlich eine passende Band.

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