Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Repuked: Pervertopia

Der Feinschliff fehlt noch
Wertung: 6.5/10
Genre: Death Metal, Punk
Spielzeit: 45:07
Release: 04.03.2011
Label: Soulseller Records

Repuked sind Death Metal durch und durch – rotzig, laut, düster. In Kombination mit dem zweiten Standbein der Schweden, nämlich Punk, ergibt das eine etwas bizarre Mischung zwischen BlackShore und Grindcore-lastigem Sound, gewürzt mit allerlei köstlichen Wortspielen wie beispielsweise dem Doppel-Song „Standing By The Roadside…“/„… Fucking Something Dead“. Mit „Pervertopia“ gibt es jetzt die erste Full-Length-Scheibe der Combo, die den Backkatalog nach den Demos „Excremental Funeral“ und „Vomitfilled Baptism“ nun gebührend auffüllt. Lärmig geht’s zu im Hause Repuked, und das ist wenig verwunderlich, wenn man sich das Line-Up anschaut – alle vier Bandmitglieder sind neben den üblichen Instrumenten noch dazu angehalten, das Mikro in seine Einzelteile zu zerlegen. Wo und ob da ein stimmlicher Unterschied herrscht, ist schwierig herauszuhören – Tatsache ist, dass sich einer der Herren fast eins zu eins wie BlackShore-Sänger Hades anhört (daher auch der Vergleich zu Beginn, obwohl die Schleswig-Holsteiner eher dem Blackened Thrash Metal zuzuordnen sind), ein zweiter erinnert dafür stellenweise an Lifelover.

Godphobia-Sänger Rob „The Slob“ West, der bei Repuked auch den Bass bedient, die beiden Gitarristen Nicke Sheit und Richard Rimjob und Schlagwerker Kinky Stieg geben sich auf „Pervertopia“ jedenfalls alle Mühe, ihrem Namen gerecht zu werden. Untermalt mit allerlei unappetitlichen Geräuschen, die sämtliche Körperöffnungen mit einbeziehen, holzt sich das Quartett mal todesmetallisch, mal in bester Grindcore-Manier durch elf Songs, von denen der Rausschmeißer „Toxic Constipation“ sich sogar um die achteinhalb Minuten lang dahin schlängelt. Zwischendurch kommt das Sorgenkind fast aller aufstrebender Death-Metal-Combos in Hörweite: Das Schlagzeug galoppiert zwar munter vor sich hin, teilweise klingen die Snares aber zu hölzern und die Bassdrum dafür zu blechern – ob’s am Mix liegt oder an Kinkys Fähigkeiten, sei aber mal dahin gestellt.

Vierstimmig wird direkt mit „Chemically Wasted“ losgelegt – ein drückender Bass im Hintergrund und relativ tiefe Gitarren legen direkt mal die ohnehin lädierte Bassbox lahm und die Gesänge der Herren gereichen Kotzgeräuschen (von denen es im Verlauf der Platte übrigens noch genügend zu hören gibt) zur Ehre. Das Intro zu „Mental Vomit“ klingt dann ein bisschen, als würden sich Zombies an den Gehirnen der Bandmitglieder gütlich tun, der Song selbst groovt aber ziemlich ordentlich und lässt sogar Spielraum für einige abartig gute Gitarrensoli von Herrn Rimjob. Im Gegensatz dazu bringt „Brainboiler“ das hirnlose Geknüppel auf ein neues Level – zwei Minuten Geschredder, knackig auf den Punkt gebracht, das muss man auch erstmal hinbekommen.

Das eingangs erwähnte Doppel „Standing By The Roadside…“ und „… Fucking Something Dead“ entpuppt sich dann als etwas wirres Intro mit (wieder mal) sabbernden Zombies (oder etwas, was sehr ähnlich klingt) und – im zweiten Stück – einem schleppend anlaufenden Klumpen aus Gebrüll und fröhlich durch die Botanik holzenden Gitarren und einem Schlagzeug, auf das man sich nicht unbedingt konzentrieren sollte, wenn man schwache Nerven hat. Zwar merkt man, was der Drummer uns sagen will, aber diese verdammten Snares machen es einem wirklich nicht einfach, Sympathie für diesen Rhythmus zu entwickeln. „Orgasmic Death Deliverer“ stellt nicht nur die Frage, wer sich den Titel ausgedacht hat, sondern auch, wie Repuked es schaffen, so unglaublich großartige Gitarrensoli in so schlichtweg laute Songs einzubauen. Wider Erwarten haben sich Repuked dann mit dem überlangen Rausschmeißer keiner achtminütigen Gewaltorgie hingegeben, sondern verausgaben sich vornehmlich an ein und demselben Gitarrenriff, untermalt von ein paar Hintergrundschreien. Glück gehabt.

Fazit: „Pervertopia“ dürfte Freunden des dreckigen, todesmetallischen Punk (oder des punkigen Death Metals, wenn man so will) sicherlich die ein oder andere Musestunde vertreiben, insgesamt herrscht aber ein klein wenig Monotonie vor. Die großartige Gitarrenarbeit verdient ein spezielles Lob, und auch die Vocals sind technisch gesehen auf jeden Fall überdurchschnittlich, nur an der Kombination hapert es noch ein wenig.

comments powered by Disqus

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen