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REIZstrom: Dwarfes Like Giants

Schöne EBM, Synthpop, Electro Mischung mit toller Stimme
Wertung: 9.5/10
Genre: Electro/EBM/Synthpop
Spielzeit: 1:17:28
Release: 15.10.2010
Label: Ohne Vertrag

Bei REIZstrom handelt es sich keinesfalls um eine Therapieform, um müde Muskeln wieder munter zu machen. Oder vielleicht doch? Denn eigentlich schaffen REIZstrom genau das mit ihrer zweiten Veröffentlichung. Müde Muskeln werden beim Anhören der CD unweigerlich gezwungen, sich in Bewegung zu setzen und somit werden Durchblutungsstörungen umgehend behoben.

Wer aber ist nun REIZstrom? Es sind zwei Musiker, die sich via Myspace gefunden haben und zusammen Musik machen. Es handelt sich um den Sänger MeCha und den Musiker Skip Intro. So kann das Leben im Web 2.0 auch funktionieren, man findet sich, schwebt musikalisch auf einer Wellenlänge und vor uns liegt nun bereits mit „Dwarfs Like Giants“ das zweite Ergebnis dieser Freundschaft.

Das Album ist vollgepackt mit dreizehn neuen Tracks, vier Remixen und mit einer enormen Spiellänge von einer Stunde und siebzehn Minuten. Hut ab - vor allem, weil keiner der Song wie der andere ist. Natürlich schweben sie alle im selben Raster, sind aber unterschiedlich, so dass für jeden Hörer das Richtige dabei ist.
REIZstrom bewegen sich irgendwo zwischen EBM, Synthpop und Electro und dabei verfallen sie in keinem der vorliegenden Tracks zu sehr in die eine oder andere Richtung. Es gelingt ihnen hervorragend, die verschiedenen Facetten zu mischen und ihren eigenen Sound zu kreieren. Das Album erscheint erneut in Eigenregie und es ist schon verwunderlich, wieso sich hierfür kein Label findet oder eines gefunden werden soll.

Nun zu dem guten Stück: Schon der erste Song („Simple Addition“) macht Spaß und lädt auf ein tollen Ausritt in die elektronische Welt ein. MeChas Stimme ist sehr gut, sie integriert sich vollkommen in die Klänge der Musik und bilden gemeinsam eine tolle Symbiose. Nun ist Weghören einfach nicht mehr möglich. Der zweite Song beginnt flotter und der Titelname „Paralyzed“ scheint so gar nicht zu dem Tempo zu passen. Und doch schafft MeChas Stimme wieder genau das: Der Hörer wird paralysiert. Seine Stimme und die Art der Musik ist, sucht man einen Vergleich, eine Mischung aus Depeche Mode, Wolfsheim und etwas Eigenem.

REIZstrom nutzen für ihren Longplayer hauptsächlich die englische Sprache - bis auf  wenige Ausnahmen wie zum Beispiel: „Caution, Breakable“, bei dem der Refrain in deutscher Sprache von einer technischen, weiblichen Stimme intoniert wird. Das Stück hat, wie alle einen kurzen, knappen Text, so dass jede Botschaft leicht verstanden werden kann. Oder auch beim Song „Mensch Gegen Mensch“ steht erneut der leicht verständliche Text im Vordergrund, die Botschaft ist klar und deutlich.
Die vier Remixe, angefertigt von befreundeten Musikern, sind eine schöne Alternative zu den Originalen und heben die Stärken REIZstroms noch hervor, was zum einen die wunderschön einfühlsame Stimme ist, aber auch das passende Konzept von klar verständlichen Texten und einfachen, tanzbaren Rhytmen. Sind REIZstrom auch nicht in eine Sparte parkbar, so macht ihre Arbeit Lust auf mehr von ihnen.

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