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Red Stone Chapel: The Damagecreek Sessions

Knarzige und druckvolle EP
Wertung: 7,5/10
Genre: Sludge7Stoner Rock
Spielzeit: 13:38
Release: 18.03.2016
Label: Eigenproduktion

Mit Red Stone Chapel liefert eine Band eine EP ab, die veröffentlichungstechnisch einen eher ungewöhnlichen Weg geht. 2010 gegründet, schoben sie als ersten Output eine Live-Vorstellung gen Hörer, danach mit „Roots“ eine Demo und nun eben die mit fünf Titeln bestückte EP „The Damagecreek Sessions“.

Vom Cover grüßt Medusa mit herausgestreckter Zunge, ganz so garstig stellt sich das restliche Werk allerdings nicht dar. Red Stone Chapel geben hier eine anständige Sludge-Kante, die voller Groove und ungemein druckvoll aus den Boxen knallt. Besonders die etwas knarzige und ungemein markante Stimme von Frontmann Dimitrios gibt der Scheibe einen rauen Charme und Wiedererkennungswert. Dabei tingelt er zwischen recht klaren Vocals oder schiebt wie in „Progress In Work“ zarte Growls entgegen.

Musikalisch mischen die Marburger einige Stile und sind wohl am ehesten mit Bands wie Clutch oder Down vergleichbar. Ist das knappe Intro noch recht lässig und mit einem Hieb Blues versehen, gibt es schon bei „Starknuckle“ die erste Breitseite, die mit rau derben Einschlag überzeugen kann. Das nachfolgende „Head Crisis“ treibt ungemein vorwärts und lässt damit nicht nur das Tanzbein in höchste Bereitschaft fallen, sondern lädt ebenso zum Haarpropeller ein. Ausladend, verspielt, trotzdem noch kantig bleibend und mit einer hohen Explosivität versehen, legt der Fünfer hier den ersten Kracher hin.

„Progress In Work“ sei ebenfalls als Anspieltipp benannt, mit seinem Mundharmonikaeinstieg und der dynamischen Gangart, geht der Titel nicht nur gut ins Ohr, sondern kann auch absolut mitreißen. Wobei hier, wie auch beim abschließenden „Genuis Junction“, besonders die ausladende Gitarrenarbeit zu gefallen weiß, zumal sich diese bestens mit den antreibenden Drumparts bindet. Genau dieses Zusammenspiel lässt sich als großer Pluspunkt des Fünfers ausmachen.

Leider ist die EP mit ihren nur gut dreizehn Minuten recht knapp bemessen, was sich auch in puncto Vielseitigkeit etwas negativ bemerkbar macht. Dafür stehen aber vier energievolle Songs bereit, die mit anständiger Breitseite zu überzeugen wissen und dabei nicht an Fingerfertigkeit vermissen lassen.

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