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Red Pill: Sinners' Club

In einem Arbeits-Zeugnis würde hier stehen. „Er hat sich stets bemüht…“
Wertung: 3.5/10
Genre: Modern Thrash Metal
Spielzeit: 31:37
Release: 01.03.2008
Label: Rebel Yell Productions

Red Pill nennt sich eine Band aus Norditalien, die sich im Jahre 2006 gegründet haben. Die Besetzung ist seit damals mit Daniele Gaetani am Gesang und der Gitarre, Stefano Iori an der Gitarre, Alessandro Marchi am Bass und den Backing Vocals und Federico Bonora am Schlagzeug unverändert geblieben, so dass man bereits gegen Ende 2007 das erste Album „Sinner´s Club“ aufgenommen hatte, welches über das kleine Label Rebel Yell Productions veröffentlicht wird.

Stilistisch hat man sich irgendwo im modernen Thrash Metal der Marke Machine Head, Skinlab und auch streckenweise Slipknot angesiedelt, wobei man aber auch vor anderen Stilen nicht zurückschreckt. So fügt man im Opener „Forget not forgive“ im Mittelteil einen astreinen Power Metal Part ein mit dazugehörigem herausragenden Gitarren Solo, das mich ein wenig an King Diamond erinnert! Das darauffolgende Stück „Head Smasher“ klingt wiederum ziemlich stark nach Machine Head mit ihrem „The Burning Red“ Album, während „Ad Hominem“ stellenweise schon fast metalcorig daherkommt. „Mouthwatering Death“ enthält auch gelegentliche Ausflüge in das Crowbar Lager, wohingegen „Free the devil“ mit einem zugedrückten Auge fast schon an Bullet for my Valentine erinnert. Es wird also viel Abwechslung geboten, doch das alleine macht noch kein gutes Album aus. Denn auch wenn man Stilvielfalt beweist und die Instrumente gut beherrscht, die Qualität des Songwritings lässt noch einiges zu wünschen übrig. Lediglich eine Handvoll Riffs (u.a. in „Free the Devil“) können überzeugen und bleiben hängen, der Rest ist und bleibt Mängelware. Auch der Gesang von Daniel Gaetani, der sich selbst Dani "The Devil" nennt, ist absolut Durchschnitt und klingt zu keinem Zeitpunkt charakteristisch herausragend. Im Gegenteil, denn an den markanten Stellen fehlt es an Power; man hat den Gedanken: „Da müsste mehr kommen“… und das auch ziemlich oft. In einem Arbeits-Zeugnis würde hier stehen. „Er hat sich stets bemüht…“, was so viel bedeutet wie: Er hats versucht aber nie geschafft. Bestes Beispiel ist hier das Titelstück „The Sinner´s Club“.

Zwar scheinen Red Pill trotz alle dem Erfolg zu haben – u.a. bewirbt man sich auch um einen Auftritt beim diesjährigen Metal Camp Festival und hat auch schon ein eigenes Internet Streetteam in den U.S.A. – aber letztendlich kann ich „Sinner´s Club“ nicht weiter empfehlen!

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