Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Raw: Raw

Gewöhnungsbedürftig bis speziell
Wertung: 4/10
Genre: Thrash Metal , Hardcore
Spielzeit: 22:54
Release: 30.11.2006
Label: Eigenproduktion

Die Jungs von Raw aus Süddeutschland sind nun wirklich keine Frischlinge mehr, sind sie doch allesamt schon um die zehn Jahre live und –banderprobt. Die Band Raw selbst existiert jedoch erst seit ein paar Monaten. Was mir hier mit der nach dem Bandnamen betitelten Demo vorliegt, ist das erste Lebenszeichen der Jungs in Form eines Silberlings.

Den Musikern an den Instrumenten kann man beim Anhören ein gutes Beherrschen ihrer Instrumente bescheinigen, denn das, was da an instrumental geboten wird, klingt durchaus richtig gut. Doch dann kommen wir auch schon an dem Punkt an, wo sich der Weg gabelt bzw. sich die Geister scheiden.

Und dieser Punkt ist zweifelsohne der Gesang. Ich habe mich lange gefragt, wie ich hier das beschreiben soll, was sich da seinen Weg durch die Lautsprecher bahnt … Ich will hier niemandem zu nahe treten, aber die in den ersten vier Songs noch als Schreien durchgehenden und daher noch mit einem Häkchen zu versehenden Vocals klingen ab „The Rich And The Beautyful“ wie ein gepeinigter Kermit der Frosch, der unter Schmerzen noch seine Worte loswerden will. Man verzeihe mir diesen Vergleich, aber diese Beschreibung kommt dem Gesang wirklich am nahesten. Und spätestens beim Durchlauf ebendieses fünften Songs ist dann bei mir auch der Zeitpunkt erreicht, ab dem einem das Ganze auch derbe auf die Nerven geht.

Zunächst vielversprechend startet die CD mit „The Aesthetic Of Cruelty“, wobei auch schon hier zu Beginn des Albums die Stimme nicht so sehr zu gefallen weiß. Die Songs bewegen sich größtenteils ungefähr im zweiminütigen Bereich. Das passt zu der Mucke schon recht gut. Erinnert mich daher auch ein wenig an die US-Thrasher S.O.D. Der Rest des Albums läuft dann – bis auf die angesprochene Problematik der Vocals – leider Gottes und völlig zu Unrecht angesichts der dargebotenen Leistung an den Instrumenten leider spurlos an mir vorbei.

Es nützen nämlich die besten Riffs und Arrangements leider nichts, wenn der Gesang, der zweifelsohne mit das Wichtigste ist und mit dem ebenso zweifelsohne die Qualität der Mucke einer Band steht und fällt, so derbe dazwischen hagelt. Also, wie gesagt: Die Instrumental-Fraktion der Band hat gute Arbeit geleistet, aber man sollte das mit den Vocals vielleicht noch einmal überdenken. Sorry, aber so isses.

Klar, das Ding soll eine „schön asige Punk Rock-Attitüde“ verbreiten. Mag sein. Wenn das das alleinige Ziel der Jungs ist, dann scheinen sie auf dem richtigen Weg zu sein. Allerdings zeigen die tiefen Growls in dem voll auf die Fresse hauenden „War Takes One“, dass sie es auch anders können. Denn das Growling passt meiner bescheidenen Meinung nach erheblich besser zu den Arrangements. Und klingt in meinen Ohren um ein Vielfaches angenehmer. Da ergeben dann die zuvor angesprochenen Vocals einen effektiven Kontrast, aber mehr auch nicht. An der Produktion gibt es ansonsten nichts auszusetzen. Für eine Demo bewegt sich das Material im absolut grünen Bereich.

Fazit: Von den Instrumenten her voll in Ordnung. Der Gesang versalzt hier die Suppe allerdings derbe, daher gewöhnungsbedürftig bis speziell. Lediglich für reine Thrash-Fetischisten geeignet.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna