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Rauschhardt: Free Falling

Ein Rock-Potpourri mit einigen Lückenfüllern
Wertung: 6.5/10
Genre: Rock
Spielzeit: 48:26
Release: 15.10.2010
Label: Fastball Music

Wem der Name Rauschhardt bisher etwas sagte, der kannte sich vermutlich hauptsächlich mit Musik aus dem klassischen Bereich aus. Papa Rauschhardt war Geiger bei der Dresdner Philharmonie und so ist es wenig verwunderlich, dass der Sohnemann ebenfalls Musik im Blut hat. Tom Rauschhardt hat sich mit seiner gleichnamigen Band an ein Soloprojekt herangewagt, das schnöde mit „Rock“ betitelt werden kann, man kann es aber auch differenzierter ausdrücken: Von Blues über Classic und Südstaaten-Rock ist so ziemlich alles dabei, was das Rockerherz begehrt, samt poppigen Melodien und einigen Ausflügen in die Welt der Gitarrensoli.

Dabei hat sich Tom keinewegs, wie es bei solchen Projekten des Öfteren der Fall ist, das Mikro unter den Nagel gerissen, sondern begnügt sich mit den nicht minder wichtigen Posten an der Gitarre. Überhaupt ist die Bandbesetzung recht familiär gehalten: Neben Bassist Jäcki Reznicek bearbeitet dessen Sohn Sebastian die Felle für die Combo; die zum Glück nicht überladen eingesetzten Keyboards werden von Christof von Haniel bedient und am Mikro darf man Rob Reynolds bewundern, der mit seinem Timbre stellenweise wie Joe Cocker, dann mal wie Chris Cornell anmutet und mit einem leicht fiesen Unterton sogar an Monster Magnet-Frontsau Dave Wyndorf erinnert. 

Verbalakrobatik darf man auf „Free Falling“ allerdings nicht erwarten – technisch ist zwar wie erwartet alles einwandfrei, textlich wundert man sich aber doch öfters über die teils doch etwas platten und simplen Ergüsse der Band. Trotzdem bietet die Scheibe einiges, was sich zu entdecken lohnt: Angefangen bei dem großartigen Opener „War“ mit seinem drängenden Drumrhythmus und den treibenden Gitarren, die das passende Flair für diesen Titel verbreiten, über das AC/DC-lastige Titelstück mit der irgendwie an „Thunderstruck“ erinnernden Gitarre, bis zu dem sehr Drum-affinen „Rock’n’Roll Star“ sind schon in der ersten Hälfte der Platte einige Glanzstücke dabei.

Neben all den Anspieltipps sind auch hier natürlich auch einige, nennen wir es kleinere Ausfälle vertreten. Zum Beispiel wäre da das endlos kitschige und auch sonst eher fade „Song For You“, das mit vorhersehbaren Keyboards und einer guten, aber keineswegs großartigen Gesangsleistung aufwartet. Überhaupt erinnert Robs Stimme bei den ruhigeren Songs wie „Take It All“ ein wenig an Bon Jovi – nicht unbedingt das, was ich auf einem guten Rockalbum hören will.

Songs mit dem Titel „Deal With Devil“ hauen erfahrungsgemäß nochmal ordentlich rein und so kann auch hier der vorletzte Titel der Scheibe erneut mit ordentlich Feuer punkten, wenn man sich auch ein bisschen ernüchtern fühlt ob der vorangegangenen Songs, die zum Großteil nur so am Hörer vorbeigeplätschert sind. Entsprechend fällt hier auch die Wertung aus: Zwar sind proportional zur Anzahl der Songs eine ganze Menge Anspieltipps vertreten (wobei man hier noch besonders der Rausschmeißer „Solly’s Blues“ mit seinen psychedelischen Siebziger-Jahre-Keys hervorheben muss), trotzdem muss die Punktzahl leider etwas nach unten gedrückt werden, da einfach zu viele Lückenfüller den Spaß an Robs Reibeisenstimme und Toms grandiosem Gitarrespiel vermiesen. So pendelt sich „Free Falling“ bei sechseinhalb Zählern ein, hinterlässt aber zumindest einige schöne Ohrwürmer.

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