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Raintime: Psychromatic

Der neue Spitzenreiter des Melodic Metal
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Metal
Spielzeit: 47:13
Release: 23.04.2010
Label: Lifeforce Records

Spätestens seit dem Release vom 2005er Album „Tales From Sadness“ sind die italienischen Melodic Metaller von Raintime dabei, sich einen Namen in der Szene zu machen. Mit Scheibe Nummer vier, die auf den Namen „Psychromatic“ getauft wurde und schon die zweite Lifeforce-Veröffentlichung markiert, wollen die Mediterraner die letzten Zweifel aus dem Weg räumen.

Schon nach den ersten Klängen des Anfangstracks „Fire Ants“, welcher auch die erste Single-Auskopplung des Albums darstellt, macht sich der für Raintime charakteristische Mix aus Melodic Death Metal und Power Metal breit. Der kitschige, aber dennoch äußerst sympathische Gesang führt durch eingängiges Melodeath-Riffing der moderneren Art, untermalt von einem dezenten und atmosphärischen Keyboard. Die Melodieführung ist den Italienern das Wichtigste, so schaffen sie es, jeden Song auf Anhieb eingängig zu gestalten, ohne dabei Headbang-Passagen auszulassen. Songs wie „Never Ending Stairway“ und „Shift“ könnten waschechte Arena-Hymnen sein. „Nothing But A Mistake“ besticht hingegen mit Göteborg-Gitarren und teilweise auch mal harscherem Gesang, doch auch hier dominieren die dem Power Metal entlehnten Mitsing-Passagen. So manchem hart-gesottenem Metalhead wird das mit Sicherheit zu Radio-tauglich sein, denn Raintime wildern schon kräftig in den Jagdgründen des Pop. Nichtsdestotrotz sind die Melodien durchweg gut geschrieben, das Songwriting abwechslungsreich und musikalisch ist den Jungs nichts vorzuwerfen.

In der zweiten Hälfte der Platte wird nochmal etwas aufs Gaspedal getreten, vor allem Drums und Gitarren steigern sich deutlich in Sachen Tempo und Intensität, aber auch der Sänger steuert hier und da auch mal eine Growl-Attacke bei, eingeleitet wird das Ganze vom epischen Song „Fake Idols“, der auch das Highlight von „Psychromatic“ bietet. Der Song „Buried In You“ entlohnt den Hörer noch mal mit einem der raren Gitarrensolos des Langspielers, bevor dann der letzte Song „Walk-On Actor“ den spektakulären, achtminütigen Deckel auf den Topf setzt, und zwar mit einer dicken Portion Epik.

Ja, die Platte ist über weite Strecken sehr kitschig und poppig geraten und ja, für beinharte Metal-Fans ist das Ding sicher nichts. Aber trotzdem gibt es musikalisch kaum was zu meckern, denn die Italiener bietet distinktiven Melodic Metal, originell, abwechslungsreich und handwerklich einwandfrei. Eine bis jetzt in diesem Genre unübertroffene Leistung. Jedem Power und Melodic Metal-Fan sei diese Platte also mit neun Punkten ans Herz gelegt.

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