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Rain: Spacepirates

Können alleine ist nicht alles
Wertung: 4/10
Genre: Hard Rock/Heavy Metal
Spielzeit: 32:56
Release: 15.04.2016
Label: Aural Music

Naja, ehrlich gesagt klingen hier weder der Name der Band noch der Albumname irgendwie interessant. Alleine schon laut metal-archives.com gibt es acht Gruppen, die Rain heißen. Die geringe Zahl bedeutet nur, dass der Name absolut gar nichts aussagt. Sollte man allerdings mit einem gewissen Spürsinn ausgestattet ein und auch noch leicht masochistisch veranlagt, dann kann man sich schon vorstellen, dass man sich genau solch eine Platte mit völlig nichtssagenden Namen und keinen Deut besseren Cover in den Schacht wirft, um einfach nur herauszufinden, was denn hier nun gespielt wird.

Diese Frage ist sehr einfach zu beantworten. Gespielt wird klassischer Heavy Metal mit vielen Power-Metal-Einflüssen oder gerne auch umgekehrt. Schon hier lässt sich erkennen, dass man nicht zu glauben braucht, dass es hier irgendwelche innovative Bewegungen geben wird. Leider bestätigt sich diese blöde Vermutung dann auch noch auf voller Linie.  Neun Stücke lang wird der Hörer mit technisch durchaus hochwertiger, aber künstlerisch nullwertiger Musik torpediert und kann sich im besten Fall aus dem Raum retten.

Vorsicht mit der harten Kritik! Die Truppe macht erst mal alles richtig. Die Stücke sind griffig, gehen gut ins Ohr und sind nicht zu verwinkelt. Das Problem an der Sache folgt auf den Fuß. Da draußen gibt es bestimmt zehntausende Platten, die sehr ähnlich klingen und dabei auch qualitativ locker noch mithalten können. Als Alleinstellungsmerkmal kann man diesen Umstand nun beim besten Willen nicht werten.

Der Verlauf der Platte ist schnell erzählt. Sie beginnt mit einem reißerischen Heavy-Metal-Schepperer und die Entwicklung stoppt sofort hier. Klar präsentiert man sich oft etwas ruhiger oder auch gerne mal durchaus ruppig, aber im Konsens ist die Scheibe auf Hörbarkeit getrimmt und verliert damit schnell jeglichen exotischen Reiz. Was der Platte fehlt sind Experimente, Abweichungen von der Idealspur, Innovationen, Risikobereitschaft und damit Kunst. „Spacepirates“ ist die Arbeit von begabten Handwerkern, die ihre Arbeit verkaufen wollen und sich deshalb so allgemeingefällig wie möglich präsentieren. 

Diese Strategie geht meist auf lange Sicht nicht auf. Schade ist hierbei, dass man es durchaus mit wirklich fähigen Musikern zu tun hat, wodurch der eingeschlagene Weg aber noch unverständlicher wird. Wie auch immer. Technisch ist die Scheibe nicht zu kritisieren. Sie ist sauber produziert und versteht auch zu unterhalten. Kurzfristig zumindest. Was hier fehlt, ist eindeutig der künstlerische Aspekt, der hier nur sehr marginal vorhanden ist.

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