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RagPile: RagPile

Gutes Debut
Wertung: 8/10
Genre: Prog Rock
Spielzeit: 21:13
Release: 31.10.2005
Label: Eigenproduktion

Schön, dass es immer wieder glückliche Zufälle gibt. Auf Grund der Tatsache, dass Drummer Flo bei Meltdowns Q1 Bandcontestfinalauftritt mitgewirkt hat, bekam ich quasi den ersten Kontakt mit RagPile, welche mir vorher absolut nichts sagten. Tja, nach dem Gig sagte ich Flo, dass wir auch ein Review von deren Demo machen könnten. Nun ja, Flo zog alle Register und versuchte, mich mit der Androhung, dass es sich um Prog handele, zu vertreiben. Nun ja, glücklicherweise gelang dies nicht und ich konnte eine Promo abstauben. Und wie versprochen kommt hier das Review, und ich bin wirklich froh, dass ich die Demo bekommen habe.

Los geht`s erstmal mit dem Song „Sweep You Along“, welcher mit leicht dröhnenden Gitarren beginnt und seinen ersten Höhepunkt mit dem Einsatz von Torsten Mörchen`s Organ setzt. Eine tolle Stimme hat der 25-Jährige; die Stimme passt perfekt zur Musik von RagPile. Flo hatte nicht zu viel versprochen: Hier wird Progrock der besseren Sorte geboten, eigentlich schon fast im Bereich des Artrock, wobei es hier nicht darum geht, möglich viele Tempi und Melodiewechsel unterzubringen, sondern einfach der melodiösen Ausrichtung des Songs einen kreativen Teppich zu Grunde zu legen. Hier stimmt eigentlich alles, die Arrangements sind fein ausgearbeitet, wie ich es von einem ersten Demo nicht wirklich erwartet habe.

„Horrible Day“ schafft es, sich direkt in meinem Kopf festzusetzen und somit zum Lieblingssong dieser Fünf-Track-CD zu werden. Irgendwie kommen mir so die Gedanken wie zu Rush in den späten Achtzigern. Toll, was das Gespann da abliefert. Präzise Drums von Florian Brüning und die geilen Gitarrenparts von Matthias Bielecke, der auch für den größten Teil der Kompositionen Verantwortung trägt. Toll!

„Omniscient“ fällt dann aber leider etwas ab. Wirklich kein schlechter Song, aber nach den beiden ersten Nummern… ! Vielleicht hätten ein paar mehr Klavier/ Keyboardeinsätze von Hannes Landau den Song noch interessanter gemacht.

„Goodbye“, welcher komplett aus der Feder von Hannes Landau stammt, besticht durch Torsten Mörchens tolle Stimme und den zaghaft eingesetzten harmonischen Gitarrenmelodien. Leider kommen wir dann schon zum Schluss: „Don`t Give A Damn“. Dieser Song ist um einiges treibender ausgefallen. Leider gefällt mir hier Torsten Mörchens Stimme nicht so gut, da sie irgendwie ein wenig erzwungen klingt. Die etwas relaxteren Lieder passen da besser zu ihm. Klaus Remmel`s Bass liefert, wie könnte man es anders von RagPile erwarten, eine mehr als solide Leistung ab.

Fazit: Hier wurde von fünf tollen Musikern ein sehr gelungener Einstand gefeiert. Speziell der Song „Horrible Day“ könnte glatt zu einem Hit geraten, welcher auch im Radio gespielt werden könnte. Keiner der Musiker versucht hier, irgendwelche Egotrips auszuleben und stellt seine Dienste ausnahmslos den Songs zur Verfügung. Wenn ich es nicht besser wüsste, ich würde hier eher auf eine gestandene Band mit einem Altersdurchschnitt von mindestens 30 Jahren tippen. Der Sound ist für ein Demo auch richtig gut. Hier passt eigentlich fast alles.

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