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Rage: The Soundchaser Archives

Ein wirklich besonderes Geburtstagsgeschenk
keine Wertung
Genre: Heavy Metal
Spielzeit:
Release: 23.05.2014
Label: Nuclear Blast

Rage werden 30. Kann man sich das vorstellen? Wahnsinn! Eine der ganz großen deutschen Bands ist tatsächlich schon seit 1984 auf dem Parkett unterwegs. Was macht man also, wenn man den Fans ein Geburtstagsgeschenk machen möchte? Richtig, man veröffentlicht eine Best-Of und verscherbelt sie möglichst gewinnbringend. Man will ja selber auch was vom Kuchen haben.

Peavey und seine Jungs gehen die Sache anders an. Zwar gibt es auch im Hause Rage eine Zusammenstellung an Musik zum Jubeltag. Aber anders als viele andere Bands haben Rage sich die Mühe gemacht, sich viele und noch mehr Songs aus den Archiven wieder vorzunehmen. Das Ergebnis ist eine Sammlung von tatsächlich dreißig Aufnahmen, die es so nicht zu hören gibt. Darunter sind Demoversionen, Mitschnitte von Recordingsessions, alte, schwer erhältliche Bonustracks und auch Victors Interpretationen von Johann Sebastian Bach haben einen Platz auf dem Doppelalbum erhalten.

Wer die Scheibe in den Player schiebt begibt sich unweigerlich auf eine Zeitreise durch die Bandgeschichte. Noch interessanter wird die Sache, wenn man auch noch das Booklet zur Hand nimmt und sich die kleinen Anekdoten zu den Songs durchliest. Zu jeder Nummer hat (schätzungsweise) Peavey eine kleine Geschichte aufgeschrieben.
Da gibt es Bonussongs aus Japan oder auch Demos. Neue Lieder und unveröffentlichtes Material. Einige Lieder wurden neu eingespielt und wieder andere Sachen wurden bewusst nicht verändert, um den Charakter der Aufnahmen nicht zu zerstören. Das Ergebnis ist eine wirklich spannende Sammlung an Musikzeitgeschichte. Man kann mit der Band ganz nah auf Tuchfühlung gehen und kann sich vorstellen, wie die jungen Musiker im Proberaum sitzen und sich über den Song freuen, den sie gerade mit ihrer 8-Spur-Bandmaschine aufgenommen haben. Oder man findet sich in der schwierigen Situation als die Band Songs für ein Album auswählen musste. Einige Songs, die es damals nicht auf die Platten geschafft haben, gibt es nun zu hören.

Für einen eingefleischten Rage-Fan ist die Sammlung eine perfekte Möglichkeit an rare Tracks zu kommen und vielleicht auch noch das eine oder andere über die Band zu lernen. Wenn man die Gruppe mag, aber nicht der Hardcore-Fan ist, dann kann man hier trotzdem nicht viel falsch machen. Die großen Hits des Trios sucht man zwar vergeblich, aber dafür erfährt der Hörer den einmaligen Querschnitt durch die Bandgeschichte.

Viele Bands feiern ihre Jubiläen mit Besonderheiten, eine der besten Ideen hatten definitiv die drei Jungs von Rage.

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