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Quintessenz: Back To The Kult Of The Tyrants

Quintessenz: Back To The Kult Of The Tyrants
Wertung: 7,5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 33:16
Release: 30.09.2013
Label: Evil Spell Records

Hinter dem nichtssagenden Namen Quintessenz verbirgt sich ein Ein-Mann-Projekt aus Nordrhein-Westfahlen. Mit „Back To The Kult Of The Tyrants“ hat der eindeutig auf Umlaute stehende Genözider nun nach drei Jahren fröhlichen Schaffens das erste Album veröffentlicht (vorab gab es schon ein Demo und eine EP). Es lässt sich unschwer erahnen, dass es um Black Metal gehen muss. Alleine das Cover lässt eigentlich keine Fragen offen. Wenn man jetzt noch etwas mehr in das Bild auf der Hülle hineininterpretieren möchte, dann kann man schnell zum Schluss kommen, dass es sich um Black Metal der rohesten Form handeln könnte.

Wer diesen Gedankengang verfolgt hat, der liegt zu einhundert Prozent richtig. Quintessenz ist Schwarzmetall in seiner ursprünglichsten und wildesten Form. Roh, ungezähmt, wild und bestialisch. Es gibt griffige und kernige Riffs, wobei keinerlei Anspruch auf Komplexität oder künstlerischem Ausdruck liegt. Es geht um den Tod – und der ist nun mal hässlich. Um dieser Hässlichkeit mehr Nachdruck zu verleihen, wurde die Platte auch sehr räudig produziert. Der Sound ist bestenfalls als schlecht zu bezeichnen, verfehlt aber in diesem Fall seine Wirkung keineswegs. Ganz im Stile alter Carpathian Forest, Hellhammer oder gar Venom rumpelt die Musik von Quintessenz vor sich hin und lässt Wehmut nach den vergangenen Tapetrader-Zeiten aufkommen.

Alle Songs auf der Scheibe knurren mächtig fies vor sich hin und Genözider unternimmt erfreulicherweise nicht den Versuch, der Musik ein modernes Gewand anzuziehen. Der Black Metal klingt unglaublich räudig und ungezähmt. Wild und frei. Hier kann man spüren, was die Faszination dieser Musikrichtung vor vielen Jahren ausmachte – und das, obwohl Nordrhein-Westfahlen ganz schön weit weg ist von den unendlichen und dunklen skandinavischen Wäldern und Bergen.

Die herausragenden Stücke sind der Titeltrack, „Necrowhore“ und „Wings Of Blasphemy“. Sie weichen zwar nicht allzu sehr vom Rest ab, zeigen aber am deutlichsten, was „Quintessenz“ ausmacht. Der Mastermind schafft es grandios, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.  

Natürlich ist der Unterhaltungswert der Platte nicht von zu langer Dauer. So schnell, wie man sich für den Lärm begeistern kann, so schnell kann er auch nerven. Nach ein paar Hördurchgängen hat man alle Besonderheiten erkannt und es macht sich Langeweile breit. Gerade auch deshalb hat es Genözider geschafft, ein wirklich authentisches Abbild der großen Tage des „True Norwegian Black Metal“ zu erschaffen – die geneigten Fans werden es ihm danken. Wer also auf Bands wie Hellhammer, Venom, Celtic Frost, Darkthrone und ähnliche steht, der ist hier völlig richtig und kann praktisch blind zugreifen. „Back To The Kult Of The Tyrants“ ist keine Mogelpackung. Man bekommt genau das, was man beim Erblicken des Covers erwartet.

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