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Quintessence Mystica: The 5th Harmonic Of Death

Manchmal ist weniger eben mehr
Wertung: 5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 46:12
Release: 07.01.2011
Label: Schwarzdorn Production/Soulfood

Auf den netten Namen „The 5th Harmonic Of Death“ hört das Erstlingswerk des ukrainischen Zwei-Mann-Projektes Quintessence Mystica. Die Band möchte mit ihrer Scheibe den Blick über den Tellerrand in jeglicher Hinsicht vermitteln. Dies gelingt allerdings nur bedingt. Es ist schön anzusehen, wie sehr viele Gruppen die brutalste Gangart des Metal für sich entdecken und immer wieder in neue Gewänder hüllen. Das versuchen auch Quintessence Mystica. Jedoch bleibt es oftmals beim Versuch oder einer unausgereiften Umsetzung.

Die Ideen sind mannigfaltig vorhanden, so spielen die Musiker mit Geigenarrangements, Synthieparts, diversen anderen klassischen Instrumenten und Tonsamples. Der beste Aspekt von „The 5th Harmonic Of Death“ ist der Gesang. Shouter Dromos Aniliagos versteht sein Handwerk und erzeugt eine extrem aggressive und beängstigende Stimmung. Die Songstrukturen sind über große Strecken klar definiert und basieren auf dem klassischen Old School Black Metal. Der Sound der Scheibe ist allerdings sehr durchwachsen: Ist der Gesang noch sehr dynamisch und druckvoll, so sinken die Drums und die Gitarren im Matsch ein. Die Samples klingen irgendwie, als wären sie aus einem Computerspiel der Mittneunziger. Das könnte natürlich auch alles beabsichtigt sein, förderlich für das Gesamtempfinden des Albums ist dies allerdings nicht.

Das Songwriting pendelt zwischen direkt und geradlinig über verspielt bis zu wirr und undurchsichtig. Wenn man sich den Titel „Triumph Of Cold Steel“ einmal genauer ansieht, erkennt man sehr leicht die Stärken und Schwächen. Hier dominiert eine gute, sauber gegliederte Struktur, die allerdings von den verwaschenen Gitarren arg in Mitleidenschaft gezogen wird. Was man bis hierher noch als Old School Black Metal bezeichnen kann, wird dann aber durch die aufgesetzt wirkenden Synthietrompeten irgendwie befremdlich. In den meisten Fällen wirken die Samples etwas plump und sperrig. Eine positive Ausnahme bildet das Stück „Crossroads Of Time“, denn hier sind genau die Elemente verarbeitet, die eine interessante Atmosphäre erschaffen. Begonnen beim vielschichtigen Gesang bis zu den infernalischen Drums erkennt man in dem Stück den roten Faden und das macht es auch attraktiv.  

Für eingefleischte Black Metaller ist die CD schon interessant, allerdings gibt es auf „The 5th Harmonic Of Death“ nichts, was das Album einzigartig machen würde. Fans eines modernen Sounds und melodieorientierter Musik werden voraussichtlich nicht so begeistert sein. Es gibt auf dem Album durchaus ein paar recht interessante Titel, „The Symphony Of The Bare Feelings“ wäre da zum Beispiel noch zu nennen, doch so richtig in die Puschen kommt das gute Teil leider nicht. Album Nummer zwei ist bereits in Planung, man wird sehen, ob dann mehr Aufwand in die Produktion und die Arrangements gesteckt werden wird.

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