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Qntal: VI - Translucida

Den Fans wird es bestimmt immer noch gefallen
Wertung: 8/10
Genre: Mittelalter, Dark Wave
Spielzeit: 58:56
Release: 29.02.2008
Label: Drakkar Records

Bisher waren Qntal für mich eher eine Band, deren Erfolg mir immer ein kleines Rätsel war. Zwar empfand ich diese mysteriöse Mischung aus mittelalterlichen Klängen und modernen, oftmals entspannten Dark Wave – Sounds als ganz nett, aber zuweilen auch als relativ langweilig. Nun flatterte mir das sechste Album der Band „Qntal VI – Translucida“ ins Haus und obwohl das Trio Syrah, Michael Popp und Philipp Groth meinen musikalischen Geschmack nicht unbedingt trifft, muss ich doch anerkennend feststellen, dass hier unheimlich ambitionierte Musiker am Werk sind, die ihren ganz eigenen Weg gehen, jenseits von allen Trends und großer Massenkompatibilität. Qntal schaffen es, ihre Hörer auf eine Reise durch fremde, längst vergangene Sphären zu entführen und so langsam verstehe ich auch, warum diese Band so viele Menschen fasziniert.

Musikalisch pendeln Qntal auf „VI - Translucida“ zwischen ruhigen, soundtrackähnlichen und flotteren, tanzbareren Stücken, die instrumental Vergangenheit und Gegenwart vereinen. Über allem thront wie gewohnt die facettenreiche, zumeist opernhafte Stimme von Frontfrau Syrah (Sigrid Hausen). Zu den eher ruhigen Songs gehört unter anderem der verträumte Opener „Sleeping“, dessen chillige Synthesizer in meinen Augen das Highlight des Songs sind. In eine ähnliche Richtung gehen auch der schöne Titelsong, mit seiner leicht an Enya erinnernden Melancholie, oder die von Streichern und Chören eingeleitete und anschließend dezent begleitete Ballade „Worlds Of Light“. Mir persönlich gefällt die Band allerdings dann am besten, wenn sie schnellere, elektronischere Tanzflächennummern zum besten gibt. Beste Beispiele hierfür wären „Glacies“, „Sumer“ und „Ludus“, die nicht nur ziemlich gut ins Ohr gehen, sondern auch voller Kreativität und Liebe zum Detail stecken.

Irgendwo zwischen Gothic – Disco und Ruhe liegen „Departir“, dessen tolles 80er - Wave Intro absolut zu gefallen weiß, oder „Obscure“ mit seiner verspielten Elektronik. Allerdings hätte ich mir rein subjektiv mehr Songs im Stile von „Glacies“, „Sumer“ oder „Ludus“ gewünscht, denn bei weiteren entspannten Songs wie beispielsweise „Amorous Desir“ oder „La Froidor“ fehlt mir einfach das gewisse Etwas. Nette Songs, die niemandem weh tun, aber auch nicht wirklich spektakulär sind und bei denen die Abwechslung in meinen Augen einfach zu kurz kommt. Ich weiß aber genauso, dass Qntal – Fans genau solche Klänge von ihrer Band erwarten.

Fazit: Auch mit ihrem sechsten Album „VI - Translucida“ treffen Qntal meinen musikalischen Horizont nicht, aber dafür kann die Band schließlich nichts und objektiv kann man dieser auch gar keinen Vorwurf machen. Sie geht weiter ihren intelligenten, äußerst ambitionierten Weg zwischen mittelalterlicher Mystik und moderner Elektronik und den Fans wird es bestimmt immer noch gefallen.

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