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Q-box: Pentenridian Space Cowboys

Wahrlich nicht von schlechten Eltern
Wertung: 7/10
Genre: Heavy Metal, Rock, Death Metal, Metalcore
Spielzeit: 53:53
Release: 12.05.2007
Label: FinestNoise / Radar

Es ist schon ein tolles Gefühl für einen Rezensenten, eine CD in den Händen zu halten, von der man im Vorfeld rein gar nichts erwartet hatte und schon ab der ersten Minute unheimlich überrascht wird. Zugegeben, wirklich oft passiert dies leider nicht, so aber glücklicherweise im Falle von „Pentenridian Space Cowboys“, dem aktuellen Output der Metaller von q-box. Die noch junge Band vermengt auf diesem Album eine gute Mischung aus klassischem Heavy Metal, Rock, Death Metal und modernem Metalcore, die durchaus zu gefallen weiß. Natürlich gibt es hier und da noch ein paar Punkte, an denen das Quartett unbedingt arbeiten muss, aber gute Anlagen in allen Bereichen bringen q-box unüberhörbar mit.

Ein zu nennender Negativpunkte wäre zum einen der etwas zu undifferenzierte Sound von „Pentenridian Space Cowboys“. Dieser geht zwar in Ordnung, doch ein wenig mehr Druck und Power hätten dem Ganzen mit Sicherheit gut getan. Ein weiterer Kritikpunkt ist zum anderen der Gesang, der in manchen Songs einfach zu ausdruckslos ist, was schnell dazu führt, dass man ab und zu die ein oder andere leicht monotone Passage zu überwinden hat. Aber eins wollen wir nicht vergessen, trotz dieser leichten Defizite ist „Pentenridian Space Cowboys“ (was auch immer das zu bedeuten hat) nämlich ein überaus gelungenes Album, welches hoffentlich seine Hörerschaft finden wird.

Denn viele der insgesamt 11 Songs, unter denen sich allerdings auch zwei Ausfälle befinden, haben es einfach verdient, Gehör zu finden. Besonders angetan hat es mir das fesselnde „Silent Dream“, welches über spritzige Gitarrenläufe (besonders gegen Ende hin), packende Gesangsmelodien und einen guten Refrain verfügt. Auch funktioniert hier der Wechselgesang zwischen kreischenden Growls und cleanen Gesangslinien bestens, auch wenn an letzteren unbedingt noch gefeilt werden muss, denn nicht immer wird jeder Ton wie gewünscht getroffen. Wie stark könnte dieser Song doch sein, würde er durch eine amtliche Produktion richtig in Szene gesetzt werden. Dies ist der einzige Wermutstropfen an dem sonst tollen „Silent Dream“.

Richtig gut ist auch „Where The Shadows Lie“, bei dem q-box zunächst richtig abrocken, dann aber gezielt deutliche Metaleinflüsse in den Song einbauen. Auch der leicht verzerrte cleane Gesang macht im Refrain eine sehr ordentliche Figur und gibt dem Song eine echte Ohrwurm – Note. Noch einen Hauch mehr begeistert mich das von Keyboards getragene „Tale Of Insanity“, bei welchem man streckenweise etwas Richtung „Lake Bodom“ schielen möchte, was aber nicht als Vorwurf, sondern nur als ausdrückliches Lob zu verstehen ist.

Kommen wir aber nun zu Ausfall Nr. 1 der Platte in Form des gähnend langweiligen „Shredder“, bei welchem die Band in ganz tiefe Grindcore - Gefilde abrutscht, die q-box überhaupt nicht stehen wollen. Auf diese zweieinhalb Minuten hätte ich gut und gern verzichten können. Noch schlimmer ist allerdings Totalausfall Nr. 2, denn warum q-box in „Misery“ unbedingt nach Stained oder Puddle Of Mudd klingen wollen, ist mir bei dieser klischeehaften Pop / Rock – Schmachtnummer mit ziemlich dürftigem Klargesang unbegreiflich.

Deshalb bin ich umso dankbarer für Songs wie das an die Schotten von Mendeed erinnernde „Walk Of Death“, das überaus abwechslungsreiche „Transparent Poison“ oder das höchst melodische „In Vain And Amiss“, dessen Gitarren einen leichten In Flames – Touch (zu „Colony“ - Zeiten) besitzen und sofort im Ohr hängen bleiben. Die Frische, die q-box bei diesen Songs an den Tag legen, darf auch nicht unterschlagen werden, denn wenngleich es in diesem Genre Bands wie Sand am Meer gibt, kann man q-box ihre verdiente Relevanz zu keinem Zeitpunkt absprechen. Auch die verbleibenden Songs „Lust“, „Back To The Abyss“ und „Symmetry“ können überzeugen und komplettieren einen sehr ordentlichen Gesamteindruck.

Fazit: Genre – Anhänger sollten sich „Pentenridian Space Cowboys“ unbedingt zu Gemüte führen, denn was die Band auf diesem Album abliefert, ist wahrlich nicht von schlechten Eltern. Kritikpunkte wie die Produktion, der Gesang und die zwei Ausfälle kosten zwar Punkte in der Bewertung, aber richtig gut ist das, was q-box hier präsentieren trotzdem.

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