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Purification: A Torch To Pierce The Night

Nicht so richtig spektakulär
Wertung: 6/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 36:02
Release: 10.08.2012
Label: Bastardized Recordings

Das Artwork der neuen Purification-Scheibe lässt alles mögliche vermuten, aber sicherlich keinen Hardcore. Vegan Straight Edge wird hier propagiert und auch zelebriert, obwohl man sich jetzt natürlich über selbigen Lebensstil streiten kann. Musikalisch jedoch haben die Italiener eine recht harte Zeit verkraften müssen, denn seit ihrer Gründung 1996 hat die Truppe einen Haufen Besetzungswechsel durchgemacht, die hier aufzuzählen den Rahmen sprengen würde. Unter anderem verzögerte sich dadurch das Release der ersten richtigen Studio-Full-Length-Scheibe „Banging The Drums Of War“ bis zum Jahr 2003 – bis dato konnten die Hauptstädter nur mit Demos und Splits sowie der „1996 – 2001“-Sammlung aufwarten.

Danach war erstmal Schweigen angesagt; erst 2009 zeigte die die Band wieder, resigniert zwar ob der Unfähigkeit, die Welt als Ganzes oder auch nur im Kleinen zu ändern, allerdings höchst motiviert, weiterhin den Geist des Vegan Straight Edge Hardcore zu vertreten. Da das Debütalbum vor zwei Jahren wiederveröffentlicht wurde, steht mit „A  Torch To Pierce The Night“ nun also wahrhaftig erst die zweite Langrille in 16 Jahren Bandgeschichte an. Quantität ist also nicht unbedingt das Ding der Italiener.

Wenn man sich die Tracklist des Albums so anschaut, fällt einem als erstes „Wake Up“ auf, das an sich ein knapp fünfeinhalb Minuten langer Monolog von Cro-Mags-Sänger John Joseph darüber ist, wie furchtbar wir alle sind, weil wir Fleisch essen und damit unseren Planeten töten. Intelligenter erscheinen da schon die Aussagen, dass wir uns wieder autark machen müssen – weg von der Abhängigkeit von Pharmaunternehmen und ähnlichen korrupten Firmen. Natürlich verallgemeinert der gute Mann da ohne Ende, aber ganz unrecht hat er nicht, obwohl man diese Litanei gut hätte kürzen können.

Insgesamt wundert man sich ohnehin ein bisschen: Zwar scheinen Purification und natürlich vor allem Sänger und Gründungsmitglied Matteo Ferrari ordentlich Wut im Bauch zu haben, aber irgendwie kommt diese Wut nur gefiltert durch die Boxen. Da hilft auch lauteres Aufdrehen nicht – die Saitenfraktion und die Drums ballern schön vor sich hin, nur die Vocals kommen nicht da an wo sie sollen. Stücke wie das rasante Titelstück überzeugen aber letztlich doch durch ordentlich Power.

So richtig aus dem Quark kommen Purification aber auch bei eigentlich recht metallisch angehauchten Stücken wie „Traders Of One Thousand Diseases“ nicht, das mit ordentlich Blastbeats und todesmetallischem Kreischen garniert wurde. Der Bonustrack „Una Antorcha Para Perforar La Noche“, von dem ich mit meinen mehr als rudimentären Sprach-Kenntnissen davon ausgehe, dass es sich hierbei um den Titeltrack in Spanisch handelt, fehlt auf dieser Version gleich ganz – schade, das hätte sich vielleicht nicht mal schlecht angehört und wäre zumindest interessant geworden.

Auch gegen Ende der Scheibe weiß man noch nicht, was von der Band halten soll. Mehrere weitere Durchläufe folgen, bringen aber ebenso wenig Licht ins Dunkel, außer, dass man ständig John Josephs Geseiere darüber wegskippen muss, was wir doch alle für „pussies“ seien, weil wir uns so manipulieren lassen. Alles in allem kommt die Scheibe auf unspektakuläre, aber solide sechs Punkte.

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