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Purgatory: Necromantaeon

Der fast perfekte Death Metal
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 32:31
Release: 04.02.2011
Label: War Anthem Records

Nach 18 Jahren Bandbestehen bringen die Death Metaller von Purgatory nun ihr inzwischen sechstes Album heraus. Bisher widmete sich die Band vorrangig der Old-School-Schiene, „Necromantaeon“ gilt es aber im modernen Death Metal einzuordnen. Purgatory sind dabei vor allem eins: unglaublich schlagkräftig. Das Alter der Band – viele der Gründungsmitglieder sind bis heute bei Purgatory aktiv - merkt man ihrer Musik zu keinem Zeitpunkt an. In „Necromantaeon“ hämmern sich die Sachsen mit einem mörderischen Tempo und deftigen Drums durch die Lieder, ohne den Hörer Luftschnappen zu lassen.

Auffallend ist vor allem das Schlagwerk, was von Drummer Lutz nicht nur perfekt bedient, sondern auch bis aufs Äußerste ausgereizt wird. Nicht nur die mörderische Double-Bass, die schon im Intro „Arrival Of The Undivine“ für einen ordentlichen Vorgeschmack sorgt, gehört zu seinem Programm. In nahezu dem gesamten Album hämmert er sich mit abwechslungsreichen wie auch derben Schlägen durch die Materie und treibt auch bei Taktwechseln die Musik von Purgatory ohne jeglichen Ausfall voran.
Der Gesang von Mirko versteht sich auf enorm tiefes Growling, das aus dem hintersten Winkel der Kehle heraufzugrollen scheint. Sein Klang ist absolut inbrünstig, dunkel und voll: Der perfekte Death-Metal-Sound. Zusammen mit den Background-Vocals, die mit Mirko in „The Collapse Of Tides“ um die Wette brüllen, gewinnt der Sound weiterhin enorm an Intensität.

Die E-Gitarren von Purgatory sind dreckig und dunkel. Mit harten Riffs fetzen sie sich durch die Stücke, vermeiden aber weitestgehend, sich auf kreative Abstecher einzulassen. Daher bekommt man auch von Gitarren-Soli nur selten etwas zu hören.  „Glorification Of The Lightbearer“ ist eines der wenigen Stücke, bei dem man bewusst in diesen Genuss kommt. Warum Purgatory nicht mehr Soli dieser Art eingesetzt haben, bleibt wohl ihr Geheimnis; gut machen würden sie sich jedenfalls.  

Der Death Metal auf „Necromantaeon“ ist wirklich deftig, und der Sound durchweg ein Schlag ins Gesicht. Als Vergleich für diese Schlagkräftigkeit können Bands wie Mastic Scum, aber durchaus auch Behemoth genannt werden. Aber: Bei mangelnder Abwechslung neigt leider auch der heftigste Sound dazu, irgendwann eintönig zu wirken. Dieser Eindruck entsteht trotz der oben genannten Taktwechsel, die eigentlich für eine Struktur in den Liedern sorgen sollte. Klare Trennungen bleiben aber aus. Dieser verschwimmend gleiche Sound der Songs führt dazu, dass man ab Lied 4 langsam aber sicher anfängt, auf Durchzug zu stellen. Der musikalische Hagelschauer, der von Purgatory heraufbeschworen wird, prasselt nur noch hintergründig auf den Zuhörer nieder. Das wird nicht bei allen Hörern so sein, aber „Necromantaeon“ zu hören, hat durchaus was mit Ausdauer zu tun, wenn man den Stücken wirklich folgen will. Mal davon abgesehen, könnte man das gleiche wohl auch über das Spielen der Stücke sagen. Respekt!

Im Endeffekt überladen Purgotary ihr Album einfach zu sehr, sodass der Hörer beim konsequenten Durchhören des Albums überlastet wird. Jedes Lied für sich ist aber feinster und härtester Death Metal und wird ohne Zweifel den Moshpit so schnell füllen, wie er die Mosher auslaugen wird.  Ein Album, dass weniger für das Wohnzimmer, als viel mehr für die Live-Bühne gemacht ist.

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