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Pure Reason Revolution: The Dark Third

Ein über weite Strecken gelungenes Album
Wertung: 7/10
Genre: Progressive Rock, Artrock, Psychedelic
Spielzeit: 64:57
Release: 16.02.2007
Label: InsideOut Music GmbH

Wie kann man eine Platte nur mit einem solchen Opener beginnen? Eine Frage, die man bei “The Dark Third”, dem Debütwerk der Briten von Pure Reason Revolution einfach stellen muss. “Aeropause” ist ein rund fünfminütiges Instrumental, das so verträumt, minimalistisch, langatmig und schleppend daherkommt, dass einem die Vorfreude auf den Rest dieses Albums schon mal recht schnell abhanden kommen kann. Aber lasst Euch von diesem Song nicht gleich die Vorfreude nehmen, denn “The Dark Third” weiss über weite Strecken wirklich zu gefallen.

Mit ihrem Progressive Rock bzw. Artrock mit leichtem psychedelic - Einschlag bewegt sich die Band musikalisch in sehr weit gefächerten und demnach facettenreichen Gefilden, die aber auch starke Parallelen zu Bands wie Pink Floyd, Porcupine Tree, Archive oder gar Radiohead aufzeigen (hier kann man dem Promoblatt nur zustimmen). Nicht die schlechteste Referenzliste, oder?

Kommen wir aber nun zurück zum Album. Nachdem “Aeropause” ohne große Wellen zu schlagen gemächlich an einem vorbeigerauscht ist, verdeutlicht “Goshen’s Remains”, welch ein Potential tatsächlich in der Band steckt. Besonders gesanglich weiss die Band mit dem ständigen Wechsel zwischen weiblichen und männlichen Vocals, die perfekt auf den instrumentalen Teil des Songs und den guten Refrain zugeschnitten sind, zu überzeugen. Hervorragend eingebunden sind auch die starken Streicher - Arrangements und die dezente, träumerische Elektronik, die den Hörer gleich zum nächsten Song “Apprentice Of The Universe” mitnimmt.

Hier zeigen sich Pure Reason Revolution allerdings von einer anderen Seite. Weniger verträumt, sondern vielmehr weit rockiger schmettert die Band einen Song hin, der klar zu den Highlights der Platte gehört. Dies liegt auch an dem sehr mitreissenden, energiegeladenen Refrain.

Nun wird es beim zwölfminütigen “The Bright Ambassadors Of Morning” zum ersten Mal richtig progressiv und irgendwie erinnert zu Beginn alles an den doch eher schwachen Opener “Aeropause”. Der Versuch, den Hörer in andere Sphären zu entführen, ist hier einfach zu unnatürlich und kommt zu sehr erzwungen daher. Aber der Song steigert sich langsam, kommt allmählich in Fahrt und der Refrain ist phänomenal, was an den tollen Gesangsspuren festzulegen ist. Hier gelingt der Band endlich das, was sie zu Beginn des Songs beim Hörer erreichen wollte.

Bei “Nimos & Tambos” stehen nun die weiblichen Vocals im Vordergrund, doch so recht vermag mich dieser Song nicht zu packen, er bleibt zu oberflächlich und schaaft es nicht, einen wirklichen Eindruck zu hinterlassen. Ähnlich ergeht es mir auch mit “Bullitts Dominae”.

Der Finale Song, geteilt in die beiden Teile “He Tried To Show Them Magic” und “Ambassadors Return” schafft es allerdings, wieder vollends zu überzeugen, auch dadurch, dass man den grandiosen Refrain von “The Bright Ambassadors Of Morning” erneut aufgreift, welcher einfach eine zeitlose Schönheit besitzt.

“The Dark Third” erscheint ausserdem als Doppel - CD, dessen zweiter Silberling insgesamt fünf weitere Songs enthält.

Übrigens: Live werden Pure Reason Revolution demnächst mit Blackfield, dem Projekt von Porcupine Tree - Mastermind Steven Wilson und Aviv Geffen unterwegs sein und dort auch einige Gigs bei uns zelebrieren. Die Mischung passt!

Mein Fazit: Pure Reason Revolution’s Debütalbum “The Dark Third” ist ein über weite Strecken gelungenes Album und Fans der angesprochenen Bands dürfen ruhigen Gewissens ein Ohr riskieren, auch wenn die Briten noch nicht ganz die Klasse dieser erreichen können. Zwar besitzt “The Dark Third” kleinere Schwächen, aber die Gesamtperformance ist stimmig.

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