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Pulcher Femina: Darkness Prevails

Enttäuschend
Wertung: 4/10
Genre: Synthpop
Spielzeit: 62:09
Release: 22.01.2010
Label: Decadance

Pulcher Femina sind zurück! Nachdem knapp acht Jahre Stille um das italienische Solo-Synthpop-Projekt herrschte, meldet sich Mastermind Roberto Conforti nun gleich mit einem ganzen neuen Album zurück, welches 13 neue Songs offenbart. Labeltechnisch hat sich hier nichts verändert, so ist das Projekt noch immer – wie bereits in den frühen Anfangstagen 1998 – bei Decadance Records beheimatet.

Dort erscheint nun auch die neue Full-Length „Darkness Prevails“, und wieder wird eingängiger, emotionaler Synthpop versprochen. Synthpop? Ja. Eingängig? Na ja. Irgendwie schon, auch wenn es eintönig besser treffen würde; so werden viel zu oft die gleichen Synths verwendet, die Beats bleiben oft in ein und derselben Gangart und auch gesanglich vermisst man hier über weite Strecken jegliche Art von Variation – und selbst wenn dann mal etwas Abwechslung beispielsweise durch den Gebrauch eines Vocoders erbracht werden soll, wie es beim Opener der Fall ist, klingt dies eher gezwungen als geschickt eingesetzt. Leider leidet das Album extrem an Monotonie und Langeweile, denn nahezu alle Songs klingen simpel, ähnlich, leicht verdaulich und vor allem etwas weinerlich, was nicht zuletzt aus der Stimme resultiert. Natürlich erkennt man mit etwas Wohlwollen und nach einigen konzentrierten Durchläufen der CD durchaus Potential und einige Feinheiten, die doch ein geringes Maß an Eigenständigkeit offenbaren wie etwa der sehr zaghafte Versuch Akustik-Gitarren beim Opener „Light Deprivation“ einzusetzen.

Selbstverständlich ist also nicht alles schlecht, besonders hervorzuheben ist hier gerade der Song „To Fight To Find“. Leider versteckt sich dieser so groovende und mit einer zuckersüßen Melodie überzeugende Track hinter einer ganzen Hand voll nichtssagenden und belanglosen Songs, die nicht annähernd so zum Mitsummen oder zum Tanzen anregen wie dieser Songtipp. Einzig die Ballade „Last Time“ lässt neben „To Fight To Find“ noch etwas Hoffnung aufkeimen, so ist der Song wie einige andere auch sehr melancholisch gehalten, allerdings findet man hier einen stimmungsvollen Einsatz der Vocoder-Technik vor und auch der Gesang klingt weitaus emotionaler als sonst. Die übrigen Songs à la „Broken Hearted“ oder „Holy War“ fallen leider wieder problemlos in das alte Schema, klingen viel zu weinerlich, wenn nicht sogar regelrecht peinlich und gehen nach kurzer Zeit bereits auf die Nerven.

Synthpop-Alleskäufer können sicherlich mal ein Ohr riskieren, da es doch den ein oder anderen Song gibt, der zusagen könnte, sonst sollte man sich einen Kauf allerdings lieber zweimal überlegen, denn der Abnutzfaktor der Tracks ist enorm und viele Hits findet man hier leider nicht – scheinbar sind die besten Jahre von Pulcher Femina endgültig vorbei. Schade.

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