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Puddle Of Mudd: Re(Disc)overed

Eine Klassikersammlung, schön umgesetzt
Wertung: 7.5/10
Genre: Rock
Spielzeit: 63:08
Release: 03.10.2011
Label: Goomba Music

Wenn man so liest, dass Puddle Of Mudd inzwischen bald 20 Jahre als Band auf dem Buckel haben, muss man sich an den Kopf fassen, die ersten grauen Haare zwirbeln und sich fragen, wo verdammt noch mal die Zeit geblieben ist. Erst gestern schien die Grunge-Combo mit „Control“ und „Blurry“ im Radio fest gesessen zu haben, inzwischen hauen die Jungs ihr nunmehr fünftes Studioalbum heraus.

Aber vorsichtig: Beim Titel „Re:(Disc)overed“ kommt man leicht auf die Idee, dass es sich schlicht und ergreifend um nachbearbeitete POM-Songs handelt. Genervt will man die Platte in den Müll befördern, schaut sich dann aber doch lieber die Tracklist an. „The Joker“? „Old Man“? „With A Little Help From My Friends“? Der gemeine Rockfan wird es erkannt haben: Die Herren covern. Eine ganze CD. Und das nicht mal schlecht, auch wenn die Auswahl überraschend klassisch ausfällt. Von Joe Cocker über die Rolling Stones bis hin zu AC/DC nuschelt sich Sänger und Gründer Wes Scantlin mit seinem unnachahmlichen Akzent, der immer noch klingt, als hätte man ihm den Kiefer gebrochen und mit Draht wieder zusammen geflickt, durch die 13 Songs und macht zwar nicht durchweg eine gute Figur, hält die Ehre der Band aber zumindest aufrecht.

Gestartet wird der muntere Reigen mit den rollenden Steinen und „Gimme Shelter“ – im Original wurde der Track Ende der Siebziger aufgenommen, das merkt man ihm hier aber beim besten Willen nicht an. Unter aufheulenden Gitarren und motiviertem Schlagzeuggetrommel zwingt sich Wes in eine halbwegs normale Tonlage und macht seinen Job echt gut. Qualitativ sogar noch ein wenig besser gerät dann „Old Man“(Neil Young); hier schiebt sich bereits die erste dicke Gänsehaut die Arme hoch und runter - genial.

Mit „Stop Draggin’ My Heart Around“ haben sich Puddle Of Mudd einen richtig kniffligen Gassenhauer rausgesucht – ursprünglich von Stevie Nicks und Tom Petty zusammen interpretiert, wurde hier die weibliche Stimme mit BC Jean besetzt, die anscheinend a) eine Freundin der Band und b) ein aufsteigender Star in den USA ist. Schlecht klingt die Frau nicht, etwas kratziger als Stevie Nicks, das Timbre passt aber ziemlich gut zu der ebenfalls heiseren Stimme des Fronters. Elton Johns „Rocket Man“ passt dann nicht so recht ins Gesamtbild, zumal der Song mit einer gehörigen Portion Kitsch daherkommt, die man so von Puddle Of Mudd eigentlich nicht hören will. Also wird schnell die Skiptaste gedrückt.

Bad Company schließen die Lücke, beziehungsweise deren „Shooting Star“ wird rasch eingeschoben, um das Niveau wieder zu heben. Zwar passt hier Wes’ Stimme nicht hundertprozentig, dafür haut die Instrumentalfraktion aber alles raus, was keine Miete zahlt, bis zum Rockgipfel im letzten Refrain.

Richtig fette Pluspunkte können die Grunger dann mit den Bonustracks einfahren: Das finale „With A Little Help From My Friends“ ist schon richtig gut, aber einen Zähler weiter oben auf der Tracklist findet sich mit „Cocaine“ von Eric Clapton ein wahrer Leckerbissen, der der Truppe geradezu auf den Leib geschneidert scheint. Nicht nur die großartigen Gitarren, die den Song seinerzeit in die Ohren der Fans katapultierten, werden hier eins zu eins perfekt wiedergegeben, auch die Vocals stimmen.

Einen guten Abschluss haben Puddle Of Mudd da allemal gefunden und überhaupt ist „Re:(Disc)overed“ viel besser, als man beim Titel befürchten könnte. Auch wenn Wes Scantlin natürlich stimmlich bei Weitem nicht so wandlungsfähig ist wie viele andere Kollegen, bringt er die meisten Songs doch mit jeder Menge Herzblut rüber. Dafür gibt es in jedem Fall 7.5 Punkte.

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