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Psychopunch: Sweet Baby Octane

Wenig Überraschendes und trotzdem gut
Wertung: 8/10
Genre: Punk'n'Roll
Spielzeit: 47:32
Release: 20.11.2015
Label: Steamhammer

Psychopunch kann man getrost zu einer der beständigsten Bands der Punk’n’Roll-Szene zählen. In den siebzehn Jahren ihres Bestehens, blieben die Schweden sich nicht nur musikalisch immer treu, sondern lieferten auch in aller Regelmäßigkeit neue Alben ab. Gut zwei Jahre nach ihrem letzten Album, steht nun mit „Sweet Baby Octane“ der nächste Plattenneuling an.

Auch mit ihrem neuesten Zuwachs löst der Vierer sein Versprechen ein: Wo Psychopunch drauf steht, ist auch Psychopunch drin. Angefangen vom Retro-Cover bis hin zu allen dreizehn Songs, bleibt alles beim Alten und somit wird wohl auch kein Fan der Truppe wirklich enttäuscht sein. Andererseits halten die Schweden eben halt auch wenige Überraschungen bereit, die für einen zusätzlichen Wow-Effekt sorgen können. Am augenscheinlichsten stechen hier noch „Forever And A Day“ und „Punkrocker“ hervor. Wobei es sich bei Ersteren um ein Duett mit Clare Von Stitch handelt, welches nicht nur durch seine etwas prägnanteren Bassläufe auffällt, sondern vor allem durch das Zusammenspiel des knarzig, rauen Organs JMs und der etwas näselnd, quietschenden Stimme Clares für Aufhorchen sorgt. Das Ganze ist im ersten Umlauf etwas gewöhnungsbedürftig, könnte sich aber in jedem Teenie-Film bestens als Titelmelodie anbieten. „Punkrocker“ hingegen kommt deutlich experimentierfreudiger daher, die Coverversion des Teddybears-Song wartet mit einem ungewohnten Groove auf und entpuppt sich damit zu einem ordentlichen Ohrenschmeichler.

Für den Rest des Album gilt die Devise: Sommer, Sonne und gute Laune! „Sweet Baby Octane“ hört sich wie die Fahrt mit einem Oldtimer-Cabriolet an, der in unterschiedlichen Geschwindigkeiten durch die Landschaft cruist. Mit „Masquerade“ und „The New Alive“ gibt man nicht nur auf der Überholspur Vollgas, sondern kommt zugleich in etwas härteren Gefilden an. Wogegen Psychopunch mit „When You’re out Of Town“ gemächlich durch das Naturschutzgebiet schippern, um in „Drinking Alone“ bei der nächsten Dorfkneipe einen melancholischen Zwischenstopp einzulegen.

Aber auch der Feierlaune gibt der Schweden-Vierer wieder ordentlich Zunder, besonders „On A Night Like This“ eignet sich als absoluter Party-Hit, oder eben als Saalabräumer für jedes anstehende Konzert. Der Mitklatsch-und Mitgrölfaktor ist hier garantiert, da, wie man generell anmerken muss, die Refrains sich gänzlich im eingängigen Bereich bewegen. Mit „I’ve Been Around“ kommt man schließlich komplett im Kosmos von Psychopunch an, der immer wieder mit griffigen Gitarrenlinien und einem manierlichen Drive punktet.

Auch auf „Sweet Baby Octane“ geben sich die Schweden wenigen Experimenten hin, zwar kommt in „When You´re Out Of Town“ noch ein gewisser Country-Einschlag zum Tragen, aber dies ist eben nur als dezenter Einfluss zu sehen. Psychopunch setzen auf ihrem elften Album auf Punk’n’Roll, der schnell in die Ohren und in die Beine geht. Das Ganze ist handwerklich gut umgesetzt und damit dürften sie ein weiteres Mal keinen ihrer Fans enttäuschen.

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