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Project Midnight: Project Midnight

Standard einfach gespielt
Wertung: 4/10
Genre: Punk / Alternative / Rock
Spielzeit: 18:36
Release: 11.02.2016
Label: Eigenregie

Wenn man sich durch den digitalen Blätterwald wurschtelt, dann stolpert man auch mal über die in Osnabrück beheimateten Project: Midnight, die mittlerweile mit „The First Encounter“ sogar ihr Debütalbum herausgehauen haben, dafür aber eben auch häufig reichlich Kritik einfuhren, die sich nicht wirklich positiv anhört. Ein schneller Blick in den Stapel nicht abgearbeiteter CDs offenbart dann, dass bei The-Pit.de noch die erste, selbstbetitelte EP ihr Unwesen treibt – flugs in den Player geworfen, wobei sich das Post-Hardcore-Genre, wie man immer wieder irgendwo liest, schnell verdünnisiert, denn eine ordentliche Prise Punk, Rock und Alternative kreuzen hier die Klampfenklingen.

Ein paar Durchläufe später wird dann allerdings klar: So ganz verkehrt können die Reviews zum Debüt nicht liegen, auch wenn mit „Project: Midnight“ der erste Banderguss vorliegt und man dort vielleicht nicht ganz so strenge Kriterien anlegen mag. Jedoch: Über ein „alles ganz nett gemacht“ kommen sie leider nicht hinaus, was in der heutigen Zeit eben nicht reicht und vielleicht die eigene kleine Freundesfanbase zufrieden stellt, aber wohl eher selten bis gar nicht weit darüber hinaus für anhaltende Begeisterungsstürme sorgen sollte.

Als kleiner Lichtblick stellt sich im Mittelfeld „For You“ heraus, worin sie eine Mischung aus der rockigen Spätphase der Upright Citizens mit der punkigrolligen Eingängigkeit von Please kreuzen, allerdings noch weit weg von deren Niveau agieren. Schade eigentlich, denn mit pralleren Gangshouts als hier verwendet könnten sie deutlich mehr auf dicke Hose machen, doch so lassen sie am Ende viel zu viel Punch liegen.

Nach der kurzen Tieftöner-Einleitung zu „Just A Dream“ schreddern sie in bester Punk-Manier auch ganz standardisiert los, nehmen sich aber auch schnell wieder zurück und setzen leider auf den gewöhnungsbedürftigen Gesang von Frontmann und Klampfer Mirco und damit auch ein wenig auf das falsche Pferd – halt, die sehr kurzen, fast schon Growl-artigen Auswüchse sind sehr schön und hätten durchaus häufiger Einzug auf der EP halten können. „Lose Control“ schnarcht dann vor sich hin, da reißt auch nicht mehr die Leadgitarre mit dem sirrenden Hintergrund mit, und auch das sachte angeproggte „Hearts“ gehört eher zu den „Muss nicht wirklich sein“-Powerballaden, lassen sie Herzschmerz, Sehnsucht und das gierige Verlangen doch außen vor.

Dann doch lieber wieder das nahezu schon alternativ wütende „Falling Star“, welches leider nur allzu schnell wieder im Einheits-Midtempo versumpft, auch wenn Mirco hier leicht aggressiver singt, doch nur bedingt dem Song seinen Stempel aufdrücken kann. Mmmmh, sehr zwiespältig, was die Osnabrücker Project: Midnight auf der Debüt-EP abgeliefert haben, da kann man schon ein bisschen die Kritiken zum Album verstehen, sollte sich tatsächlich keine Weiterentwicklung eingestellt haben. So müssen sich die Vier auch bei der EP mir 4 Punkten zufrieden geben.

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