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Project Failing Flesh: The Conjoined

Speziell bis schwierig
Wertung: 4/10
Genre: stilübergreifend
Spielzeit: 39:52
Release: 15.03.2007
Label: Burning Star Records

Bei Project: Failing Flesh handelt es sich um niemand Geringeren als ex-Voivod- Sänger und Bassist Eric Forrest, der sich mit Tim Gutierrez und Kevin 131 zusammengetan hat, um der Welt mit „The Conjoined“ ihre nunmehr zweite CD um die Gehörgänge zu knallen. Zu hören gibt es auf diesem Album, nennen wir es mal experimentellen Thrash mit teilweise echt gewagten Ausflügen in die computeranimierte Musikwelt. Eric´s Vocals tendieren dabei zwischen clean und rau. So mögen es die einen gewagt nennen, aber andere nennen dies genial.

In „Regererate“ zeigen sich zum einen fesselnde Riffings, aber auch Synthiesamples und verzerrte Vocals. Ein erster Eindruck, dass das, was da noch auf einen zukommen wird, musikalische Offenheit vom Hörer erwartet, was dann beim Titeltrack „The Conjoined“ unbedingt von Nöten ist. Man höre sich nur diese „Trompetentöne“ an, bei denen ich zunächst Angst um meine Lautsprecherboxen hatte. Verdammt schrill kommen die nämlich daher und machen irgendwie diesen doch schon experimentierfreudigen Midtemposong richtiggehend kaputt.

Welch eine Verschwendung ist der cleane Gesangspart von Eric mit Growls im Anschluss … zu schade, dass durch diese mitunter schon kratzigen Misstöne aus der (computeranimierten?) Trompete alles kaputt gemacht wird. Vielversprechend startet danach „Motionless“, welches mit schönen Doublebassläufen aufzuwarten weiß. Eignet sich im Refrain sogar zum Schädelschwingen. Und welche Überraschung geht es tempomäßig bis in recht flotte Black Metal-Gefilde. Das war aber nur die halbe Wahrheit, denn zum Ende wird das Stück sogar richtig langweilig und wird dann sogar nur ausgefaded. Eher schwach…

Was jetzt? Will da jemand versuchen, an Apocalyptica´s Klasse heran zu kommen? In „Unsight Seen“ hören wir tiefe Cellotöne, bis eine Stimme vom Band ertönt und danach geht es derbe Black Metal-mäßig aber mal so richtig in die Vollen. Wenn doch nur nicht diese Samples dazwischen erklingen würden. Das macht das Ganze dann nämlich unter anderem ziemlich anstrengend, den ganzen Eindrücken zu folgen. Und das bessert sich auch nach etlichen Hördurchläufen mitnichten.

In „Eye Of Demise“ wie auch “Synesthesia” besticht Eric wieder durch seine schön heisere Stimme sowie die Gitarren durch ihr Riffing. Negativ auffallen tut das Ausfaden des zweitgenannten Stücks. Das flotte “Second Impact Syndrome” besteht aus beispielhaftem Thrash Riffing. Später kommen noch lupenreine Black Metal-Sequenzen hinzu und durch dann noch eingestreute Synthies wirkt das Stück leider etwas unrund.

Was ich an „Surface Noise“ so ganz und gar nicht mag, hört man unlängst nach Songbeginn: Diese dissonanten Trompetentöne klingen – sorry, dass ich das jetzt so nennen muss – einfach widerlich! Was die Stromgitarren und die Drums angeht, haben es die Jungs durchaus drauf. Das würde doch völlig ausreichen, warum in Gottes Namen muss man da noch solch einen Quark mit reinmatschen? Wah, ekelig, ein solch druckvolles Stück so zu verunstalten. Der Rauswerfer “The Hand That You’ve Been Dealt” kann einen gewissen Groovefaktor nicht von der Hand weisen. Die Black Metal-Passage und auch die Thrashanteile klingen an sich ganz nett, aber insgesamt ist dieses Stück – wie auch so manch anderes auf dieser CD – einfach überladen. Oft hat man auf dieser CD das Gefühl, dass man froh ist, wenn´s endlich vorbei ist.

Die Produktion macht einen professionellen Eindruck und lässt keine Wünsche offen. Jedoch hätte man vielleicht dieses widerliche Ausfaden der Songs sein lassen sollen. Ich persönlich habe dagegen was, denn das erscheint immer so, als wenn der Band kein passender Schluss zu dem jeweiligen Song eingefallen wäre.

Fazit: Hier werden Stile und Stilmittel aneinander gereiht, die es so manchem Hörer sehr schwer machen könnten, sich in die Musik hinein zu finden. Daher nur für ganz Experimentierfreudige. Außerdem wirkt das Ausfaden einiger Songs irgendwie lieblos.

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