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Pro-Pain: Voice Of Rebellion

Die alten Herren haben es immer noch drauf
Wertung: 8,5/10
Genre: Hardcore / Metalcore
Spielzeit: 42:55
Release: 19.06.2015
Label: Steamhammer / SPV

Pro-Pain – da muss man jetzt eigentlich nichts zu sagen. Wer die über zwei Dekaden aktiven Hardcore-Recken aus New York nicht kennt, der hat in der Metalwelt eindeutig eine schwere Bildungslücke. Man muss die Diskographie nicht aufzählen können, aber dass die Truppe zu den erfolgreichsten Acts der Szene zählt, das gehört schon zur Grundbildung, wenn man sich der metallischen Schiene zugewandt fühlt.

Nun haben eben genau diese Herren aus der Stadt am Hudson River ein neues Album mit dem friedlichen Namen „Voice Of Rebellion“ auf den Markt losgelassen. Das fünfzehnte Werk inzwischen, was so ganz grob einen Schnitt von eineinhalb Jahren bis zum nächsten Album macht – eigentlich sogar ein bisschen weniger. Das ist schon ein ordentlicher Output! Dass hierbei nicht alle Platten Hitalben sein können, erklärt sich von selbst. Doch wie steht es dabei denn um den aktuellen Silberling?

„Voice Of Rebellion“ eröffnet mit dem Titeltrack, der ziemlich wuchtig-roh ums Eck kommt. Der Song ist ein guter Indikator dafür, ob einem das Album gefallen wird oder eben nicht. Denn wer bisher nicht mitgeht, der wird auch mit den restlichen Liedern nicht so viel anfangen können. Pro-Pain machen dieses Mal nämlich gar nicht lange rum – es gibt gleich auf die Schnauze.
Auch mit dem weniger Death-Metal-lastigen „No Fly Zone“ senkt sich der Aggressionsspiegel nicht. Im Gegenteil. Hier sind wir nun in der Kernkompetenz der Amerikaner angekommen. Pro-Pain grooven sich hier den Arsch ab und es ist eine wahre Freude, den Klängen zu lauschen. Wenn man alleine zuhört, dann kann es vorkommen, dass man aus Ermangelung menschlicher Opfer einfach mal den Bürostuhl oder die Stehlampe umrennt. Zwecks der Pflichterfüllung oder aus Spaß eben.

Nach den ersten zwei Überknallern kann die Platte erst mal nur nachlassen, das ist schon klar. Jetzt ist es aber nicht so, dass man gleich von einem Loch sprechen darf. Die Band nimmt sich nun ihr wohlverdientes Recht zu ein paar kleineren Experimenten und auch ruhigeren Phasen. Zu viele sind es dann doch nicht, die ruhigeren Momente. Der Killfaktor ist wohl eher die Monotonie, die sich trotz aller Abwechslung im Hintergrund einschleicht.

Erfreulicherweise bleibt dieser Zustand aber nicht von Dauer und Pro-Pain haben noch ein paar Überraschungenauf Lager: Der Reigen beginnt mit „Enraged“ und endet mit der Platte und dem Titel „Fuck This Life“. „DNR (Do Not Resuscitate)" ist noch einmal ein kleines bisschen schwächer, aber der große Hardcorehammer kommt erfreulicherweise zum Schluss und macht den Deckel ordnungsgemäß zu. So soll es sein.

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