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Pro Pain: No End In Sight

Die Hardcore-Legende marschiert weiter.
Wertung: 7/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 40:43
Release: 22.08.2008
Label: Rawhead Inc./ Soulfood

Pro Pain haben mit diesem Albumtitel vielleicht auch ein Statement abgegeben. Seit ihrem '92er-Debüt sind sie ihrem Stil stets treu geblieben und haben dennoch Möglichkeiten gefunden, eben diesen zu verbessern beziehungsweise zu verändern (das kommt auf den Blickwinkel an). Wie dem auch sei, jeder Fan weiß, worauf er sich freuen kann: New York Hardcore. Diesmal sogar in fast progressiver Ausführung, denn zehn Songs in gut vierzig Minuten sind schon ungewöhnlich für dieses Genre. Das macht aber nichts, denn etwas beweisen müssen Pro Pain niemandem mehr.

„Let Blood Run Through The Streets“ geht, natürlich, direkt nach vorne los und erinnert von Groove und Gary Meskils Stimme her ein wenig an Soulfly. Oder vielleicht erinnert auch nur Max Cavaleras Stimme an den Pro Pain Fronter...egal, so muss die Begrüßung auf einer Pro Pain-Party klingen. Und damit sich der Besucher von diesem Willkommensgeschenk nicht sofort wieder erholt, gibt es mit „Halo“ noch einen Nachschlag von ähnlicher Güte direkt hinterher.

Zum ersten Mal richtig aufhorchen lässt aber „Hour Of The Time“ mit seinem melodischen Chorus und seinem prominenten Gastmusiker. Niemand anders als der ehemalige „Böhse Onkel“ Stephan Weidner gibt sich die Ehre und verleiht dem Lied mit leicht verfremdeter Stimme eine ganz besondere Note. „Hour Of The Time“ ist ohne Zweifel einer der ganz großen Ohrwürmer der Scheibe geworden. Da stört es auch kaum, dass der „We've got a lot of hate to give“-Chorus mit seinen dezenten Keyboard-Einsätzen in Verbindung mit dem Text fast schon lustig-beschwingt tönt.

„Der W“ ist aber nicht der einzige Gast, der es zu den vier New Yorkern ins Aufnahmestudio geschafft hat. Das vom typischen Pro Pain-Groove angetriebene „Phoenix Rising“ wird gitarrentechnisch von Rob Barrett aufgewertet. Dieser ist Death Metal-Fans natürlich als „Axeman“ von Cannibal Corpse wohl bekannt. Damit sollte klar sein, dass sein Solo natürlich über jede technischen Zweifel erhaben ist und die ansonsten unspektakuläre Nummer massiv aufwertet.

Im Verlauf des Albums fällt auf, dass Pro Pain dasselbe Problem haben, wie viele Bands, die schon so lange dabei sind und eine treue Fanbase haben. Sie müssen niemandem mehr etwas beweisen und tendieren dazu, den ein oder anderen „Filler“ auf ihre Alben zu packen. „Where We Stand“, „To Never Return“ oder „All Rise!“ haben zwar gewohnte Qualität, werden aber mit Sicherheit im großen Songfundus untergehen. Es bedarf schon mehr, um noch wirkliche Akzente zu setzen.

Glücklicherweise hat die Band es aber eben immer noch drauf, den ein oder anderen Kracher auf ihre Silberlinge zu bannen. Auf „No End In Sight“ sind es neben den drei starken Songs am Anfang vor allem „God's Will“ und „The Fight Goes On“, welche zu begeistern wissen. Während ersterer Song eine fiese Midtempo-Keule ist, ist „The Fight Goes On“ ein angenehm flotter Abschluss mit Gitarrenmelodien, die man erstmal schreiben und so eingängig spielen können muss. Dieses Lied gehört mit zum Besten, was Pro Pain jemals geschrieben haben. Als kleinen Gag gibt es danach übrigens noch einen Remix von „Where We Stand“ zu hören, bei dem Garys Neffe im Hintergrund ein wenig herumschreien darf.

Fazit: Wie bereits mehrfach erwähnt, weiß jeder, was man bei dieser Band erwarten kann. Sie haben eine Sonderstellung inne, wie sie nur wenige Bands besitzen. Deswegen kann man diesen Abschnitt auch kurz zusammenfassen und Fans eine Kaufempfehlung aussprechen. Neueinsteiger sollten sich aber zuerst an die Bandklassiker halten.

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