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Pro-Pain: Age Of Tyranny / The Tenth Crusade

Stark und überzeugend
Wertung: 7.5/10
Genre: Hardcore Thrash Metal
Spielzeit: 39:28
Release: 30.03.2008
Label: Soulfood Music Distribution GmbH

Das zehnte Album der New York Hardcore Legende Pro-Pain liegt nun in Form von „Age Of Tyranny / The Tenth Crusade“ vor. Kein Wunder, dass auch diesmal eine politische Parole mit verpackt wurde. Man beschimpft, wie ja inzwischen schwer in Mode gekommen, die Politik des amerikanischen Präsidenten Bush. Dies ist zwar durchaus berechtigt, aber langsam nervt mich dieses unendliche Gehetze. Überall, bei fast jedem Konzert kommt ein Hinweis, dass man Herrn Bush doch extrem hasse.

Aber egal, widmen wir uns lieber der Mucke von Pro-Pain. Los geht`s mit „The New Reality“, welches auch nach kurzem Zögern den Gashahn aufreißt. Gary Meskil`s Bass brabbelt unbekümmert vor sich hin und wird von den harten Drums, welche von JC Dwyer eingedroschen wurden, flankiert. Eigentlich recht thrashlastig für eine Hardcoreband. Mit einem fröhlichen „Fuck The System“ wird dann das Lied per Fader beendet.

„All For King George“ entwickelt sich zu nem echten Mitgröhler. Live dürfte da wohl der vereinte Moshpit mitgröhlen. Gary Meskil`s Hassvocals sind hier einfach zu geeignet, um vom Publikum mitgeschrien zu werden. Geht gut ins Ohr und in die Knochen, der Song. Der etwas seltsame Backgroundchor ist allerdings gewöhnungsbedürftig und weiß erst nach diversen Durchläufen meinen Geschmacksnerv zu überzeugen.

„Pigs In Clover“ ist dann wieder die von älteren Alben gewohnte Pro-Pain Geschichte. Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich überzeugend. Liegt aber vielleicht auch daran, dass Hardcore nicht unbedingt meine liebste Stilrichtung ist.

„Beyond The Pale“ haut mich dann aber fast aus den Schuhen. Geiles Thrashstück mit hohem Niveau, wenn denn da nicht im Refrain der total verunglückte Gesangsversuch von Matt Bizilla (Icarus Witch) wäre. Schade, die in diesem Stück absolut ungeeignete Stimme zerstört viel des einfach genialen Songs. Da retten auch die schönen Gitarren von Tom Klimchuck und Eric Klinger nichts.

„Three Minutes Hate“ ist eine weitere Hasstirade, welche nur so vor Energie strotzt. Also, wenn da die Haare nicht durch die Luft fliegen, im Mittelteil die Fäuste in die Höhe gerissen werden, dann weiß ich es echt nicht mehr. Schade eigentlich, dass es die Band nicht schafft, sich an die eigene Vorgabe zu halten. Der Song ist keine drei Minuten lang, wie man es eigentlich bei dem Titel hätte erwarten können.

„Heads Will Roll“ ist gute Hausmannskost mit, wie der Titel schon andeutet, einigem an aggressivem Potenzial, was aber logischerweise zum Hardcore gehört wie der Alkohol zum Whisky. „Company Jerk“ treibt den Hörer vor sich her wie der Stier die Zuschauer in der Arena bei den bekloppten Tierquälereistierkämpfen in Spanien.

„Impeach, Indict, Imprison“ kommt erstmal relativ schleppend daher, um dann in gemäßigtem Tempo den Neckbreaker zu markieren. Gary Meskeli schreit, als ob man ihm eine Geldbörse klauen will.

„Leveler“ holt dann den Knüppel aus dem Sack und prügelt im Highspeed drauflos. Nichts für meine Ohren, weil mir das auch trotz des kleinen gemäßigten Mittelparts einfach zu stupide ist. Zu simpel und uninteressant ist dieser Song.

Als krasser Gegensatz kommt dann „Iragnam“ daher und zeigt, dass es auch anders geht. Hauptsächlich im Midtempo gehalten und mit interessanten Parts, die da hin und wieder eingestreut werden.

Der letzte Song des Albums hört auf den Namen „Live Free (Or Die Trying)“ und ist dann auch ein krönender Abschluss für das Album. Der Punkfaktor kommt auch mal wieder nicht zu kurz. Schön drauf los treibend und abwechslungsreich.

Fazit: Ein richtig gutes Album, welches ganz klar beweist, dass Vorwürfe der Art „hier klingt doch alles gleich“ absolut unbegründet sind. Als richtigen Fan hat mich die Band zwar nicht gewonnen, aber trotzdem bleibt mir der Name Pro-Pain nun deutlich höherwertig im Schädel als vorher!

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