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President Evil: Back From Hell's Holiday

Mit der Lizenz zum Arschtreten
Wertung: 8,5/10
Genre: Stoner Rock'n'Metal
Spielzeit: 53:26
Release: 08.02.2013
Label: Firefield Records

Endlich ist sie zurück, die Bremer Stoner-Rock’n’Roll-was-auch-immer-Formation President Evil, denn mit dem vorliegenden dritten Studioalbum „Back From Hell’s Holiday“ beenden sie eine fast fünfjährige Veröffentlichungspause. Nach dem Release der letzten Scheibe „Hell In A Box“ stand die Band sogar irgendwie ganz auf der Kippe, ist doch nicht nur Sänger Johnny Holze abgesprungen, auch Gitarrist James Lars wurde durch eine bedrohliche Krankheit zurückgeworfen. Den Deal mit AFM war man dann irgendwie auch los, mit Firefield Records haben sie aber einen neuen Hafen gefunden, mittlerweile ist mit Neal McCocker bekanntlich auch ein neuer für den Mikrofonposten gefunden, nachdem sogar Chris von Motorjesus fast den Posten übernommen hätte, und auch James Lars darf wieder fröhlicheren Tagen entgegenblicken. Der stets „behütete“ Neal hat sich ja schon seine ersten Stonersporen bei einigen Liveshows verdient und dabei einen verdammt geilen Eindruck hinterlassen.

Und diesen liefert er dann auch auf seinem ersten President Evil-Studioalbum ab, mit der Lizenz zum furztrockenen Arschtreten. Live hatten sie beispielsweise auf der Motorjesus Metal Party III schon einige Tracks zum Besten gegeben, was einmal mehr die Nähe zu den Heavyrockern aufzeigt, zumal Chris hier bei „Never Ending Sin Of Life“ sein Organ zur Verfügung stellt und sich hervorragend mit Neal ergänzt. Der Track selbst atmet dabei auch reichlich Motorjesus-Flair und bringt mit „we need no drugs to fly“ eigentlich alles auf den Punkt – sie müssen heilfroh sein, die höllisch lange Pausenzeit beenden zu können. Hier gehen der einfach perfekt passende Albumtitel „Back From Hell’s Holiday“ und dieser Song einen nahezu unschlagbaren Synergismus ein. Für „Black“ haben sie sich dann mit Dan Nelson (BlackGates, ex-Anthrax) einen weiteren Gastsänger gekrallt, lassen die Balken des Rock’n’Roll ordentlich krachen und greifen mit raumfassenden Grooveschritten nach dem Arschtrittpokal.

Schon zu Beginn zeigen die Bremer, dass sie so gar nichts vom nördlich kühlen Understatement halten, sondern rocken derart forsch mit „Dirty Cage“ in die Vollen, dass man sich schon gehörig die Ohrmuscheln reiben muss. Einmal mehr muss man auch die Leistung von Neal loben, der mit ausreichend Rotz in der Stimme den Songs Ausdruck verleiht und in manchen Momenten sogar ein wenig nach Chris Goss (Masters Of Reality) ohne den weinerlichen Unterton klingt. Und wenn wer noch einen Beleg für die Stoner-Attitüde aus dem Hause President Evil benötigt, der skippe schnell nach „Priest Of Rock’n’Roll“, einem fetten Rocksongbastard zwischen Kyuss und Motorjesus – hell yeah, mag man da rufen, schön, dass sich die lange Wartezeit mit „Back From Hell’s Holiday“ aus dem Gedächtnisspeicher löschen lässt. Dazu dann ein schleppenderes, nicht minder intensives „Sad“ mit den Goss/ Danzig-Gedächnisvibes, und fertig ist ein modern produziertes Rockalbum, welches einfach nur den Esprit des Rock’n’Roll aus jeglicher digitalen Spur atmet.

Und so ist das Fazit dann auch keine große Überraschung und keine Schwierigkeit mehr: Willkommen zurück vom höllisch langen Urlaubstripp ins Jahr 2013 mit einem Album, welches sicherlich in jede Stoner-Rock’n’Metal-Sammlung gehört. Fans von Kyuss und Co., oder wer es lieber mit der heimischen Szene mag: Fans von Motorjesus werden hier eine mehr als 50 Minuten lange krachige Vollbedienung bekommen – versprochen.

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