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Powerworld: Human Parasite

Nicht viel "Power" dahinter
Wertung: 5.5/10
Genre: Power Metal/ Hard Rock
Spielzeit: 53:47
Release: 22.10.2010
Label: Steamhammer

Hinter diesem simplen, aber auch irgendwie guten Cover verbirgt sich „Human Parasite“, das zweite Album von Powerworld. Diese wiederum wurden vom ehemaligen Freedom Call-Bassisten Ilker Ersin ins Leben gerufen und waren mit ihrem Debüt offensichtlich erfolgreich genug, um im Stall von Steamhammer/SPV unterzukommen. Die selbstbetitelte erste Platte wurde aber im Vergleich zu „Human Parasite“ noch mit einem völlig anderen Line-Up eingespielt. Heutzutage ist der offensichtlichste Unterschied zu früher der Wechsel am Mikro, denn mit Ex-Threshold-Sänger Andrew McDermott steht ein nicht ganz Unbekannter an dieser Stelle.

 

Wie man sich schon beim Namen Freedom Call denken konnte, spielen Powerworld einen sehr auf Melodie bedachten Heavy Metal. Das beweist gleich „Cleansed By Fire“, dessen Drum-Intro zwar ein wenig an „Painkiller“ erinnert, aber mit dem Einsatz des Gesangs zu einem gefälligen Midtempo-Stück umschwenkt. McDermott überzeugt auf diesem Album mit seiner angenehmen Stimme, die wie eine kraftvollere Version von Europe klingt. Schade nur, dass „Cleansed By Fire“ größtenteils nach Radio Rock klingt.

 

Glücklicherweise können Powerworld aber auch anders und bauen immer wieder einige kernige Power Metal Riffs ein. In die Geschwindigkeitsregionen des bereits erwähnten „Painkiller“-Albums von Judas Priest stoßen sie dabei aber nicht vor. Die Platte ist sehr midtempolastig, der Doublebass-Einsatz bei „Children Of The Future“ ist härtemäßig schon das höchste der Gefühle. Der hinzu kommende eklatante Mangel an gelungenen Hooklines lässt „Human Parasite“ auf die Dauer sehr zäh wirken.

 

Dabei stimmen die Rahmenbedingungen eigentlich: die Produktion setzt alle Bandmitglieder gut in Szene und ist gut auf diesen Stil abgestimmt. Technisch gesehen sind alle Musiker von Powerworld ebenfalls mehr als nur im grünen Bereich. Nur leider hapert es ganz gewaltig im Songwriting. Es ist nichts gegen ein sehr Hard Rock-lastiges Power Metal-Album einzuwenden, aber dann sollte man auch Songs in der Hinterhand haben, die im Gedächtnis bleiben. Bei „Human Parasite“ ist mir das gerade mal bei einem Song passiert. Das Problem bei „Evil In Me“ ist allerdings, dass er nur deswegen in meinem Kopf hängen bleibt, weil der Chorus fürchterlich penetrant ist und abermals Assoziationen zu den schlimmsten Rock-Verbrechen der 80er zulässt.

 

 

Fazit: Das zweite Album von Powerworld macht mir keinen Spaß. Ich will nicht abstreiten, dass den Musikern diese Musik am Herzen liegt, aber sie klingt leider so erschreckend zahnlos und teilweise sogar nervtötend. Fans vom Debüt sollten natürlich zuschlagen und sich nicht davon abhalten, dass dieser blöde Rezensent die Musik offenkundig nicht versteht. Alle anderen machen einen Bogen um dieses Album, welches nur eines von vielen ist.

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