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Powerworld: Cybersteria

Neues Team, frischer Wind, starkes Album!
Wertung: 8/10
Genre: Power Metal/ Hardrock
Spielzeit: 61:08
Release: 24.05.2013
Label: Steamhammer/ SPV

Ob es ein Fehler war, Freedom Call zu verlassen und sich ausschließlich auf das neue Baby zu konzentrieren? Man hätte jedenfalls meinen können, dass Ilker Ersin mit seinem Posten bei den relativ erfolgreichen Melodic Metallern wesentlich zufriedener hätte sein müssen als mit seinem Engagement bei seiner eigenen Truppe Powerworld, die zumindest auf ihren bisherigen beiden Releases eher kleinere Brötchen hatten backen müssen. Doch nicht nur im Hinblick auf den ausbleibenden Erfolg hatte Ersin bis dato keinen Grund glücklich zu sein; auch musikalisch lief es auf "PowerWorld" und "Human Parasite" nicht wirklich rund. Zwischen Einheitsbrei und der Suche nach einem charakteristischen Sound gab es wenig Zählbares, auch wenn eine dezente Entwicklung zu erkennen war.

Doch anscheinend war erst der Rundumschlag nötig, um die Truppe endlich in die Spur zu bringen. Vor den Aufnahmen des wichtigen dritten Werkes hat Ersin daher entschieden, das Bandgefüge noch einmal komplett neu durchzumischen und mit einer völlig frischen Besetzung neu zu starten. Zu dieser gehört auch Michael Borman, bekannt durch seine Mitgliedschaft bei Jaded Heart, Bonfire, etc., der als neue Frontstimme eine Menge frischen Wind in die Sache gebracht hat. Doch das ist bei Weitem noch nicht alles...

...nein, auch beim Songwriting konnten Powerworld gravierende Fortschritte machen. Zwar haben sich die kompositorischen Prioritäten mit dem Sängerwechsel ein wenig gen Hardrock verschoben, allerdings fühlt sich die Band in diesem Metier auch spürbar wohler. Nummern wie der einprägsame Opener "Children Of The Universe" oder das überragende "You Gotta Hold On" hätte man vor drei Jahren nicht für möglich gehalten, aber auch die ruhigeren Stücke, die sich vollends von der einst kitschigen Attitüde befreit haben, funktionieren auf "Cybersteria" wesentlich besser. Mit dem Titelsong, dem eingängigen "World Knows Your Secrets - Virtuality" und dem ebenfalls hitverdächtigen Rausschmeißer "Not Bound To The Evil" stehen schließlich weitere Highlights auf Abruf bereit und sichern den hohen Qualitätsanspruch, dem die Band bisher aber noch nie gerecht werden konnte.

Mit neuer Mannschaft, wesentlich besser greifbarer Motivation und schlichtweg stärkeren Songs haben Powerworld endlich ihre musikalische Mitte gefunden - und schließlich auch den passenden Frontmann, der am Ende besser zu dieser Band passt als der inzwischen verstorbene Andrew MacDermott und dessen erstem Nachfolger David Reece.

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