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Powerwolf: Preachers Of The Night

Die Katze lässt das Mausen nicht
Wertung: 9/10
Genre: Power Metal / Heavy Metal
Spielzeit: 45:46
Release: 19.07.2013
Label: Napalm Records

Hier ist sie nun, die neue Powerwolf. Das fünfte Studioalbum bringt die Truppe sich selbst zum zehnten Geburtstag mit. Elf Lieder und 45 Minuten lang haben die Wölfe ihre neuen Ideen verewigt.

Dabei wird der Weg von „Blood Of The Saints“ konsequent weiter verfolgt und ein jeder, der sich eine größere Veränderung erhofft hat, der kann hier aufhören zu lesen.

Ganz nach der Devise „Schuster bleib bei deinen Leisten“ haben Powerwolf zwar minimale Veränderungen zugelassen, im Großen hat aber alles seinen gewohnten Platz beibehalten. Der Erfolg scheint der Strategie Recht zu geben, denn die Platte ist in Deutschland schon gleich mal auf Platz eins in die Albumcharts eingestiegen.

Dass Charteinstiege keine Garantie für gute Platten sind, das ist offensichtlich, wenn man sich nur ansieht, was sich sonst so in dieser Liste tummelt. Betrachtet man die Platte genauer, dann zeichnet sich ein leichtes Gefälle vom Anfang bis zum Ende hin ab. Die ersten sechs Titel könnte man durchgehend als Anspieltipps angeben und diese sechs bieten auch die meiste Abwechslung.

Vom aggressiv-wilden Opener geht es weiter zum eher epischen „Secrets Of The Sacristy“ – Wintersun-Melodiebögen inbegriffen. Herausragend ist bei dem Song im Besonderen und sonst allgemein die Stimme von Fronter Attila Dorn. Auch wenn das Organ deutlich effektgeschwängert ist, kommt doch die professionelle Ausbildung des Mannes voll zur Geltung. Gelernt ist gelernt, sagt der Bayer.

Nachdem es nun zwei Lieder lang minimal unspektakulärer, aber nicht uninteressanter wird, kommt mit „Kreuzfeuer“ der nächste Brecher. Das schleppende Werk besticht durch den in Deutsch gehaltenen und durchaus zynischen Text sowie wieder durch Frontmann Attila.

„Cardinal Sin“ ist eine typische Power-Metal-Kiste. Schnelle Riffs, schnelle Drums und ein (wie immer) toller Gesang machen die Nummer zu einem Garanten für schwere Nackenschmerzen und einen Besuch beim Physiotherapeuten. Allerdings ist das Stück es Wert, dass es etwas zwickt.  

Weiter hinten glänzt dann „Nochnoi Dozor“ noch als innovativster Song der Scheibe. Der Titel gibt Hoffnung, dass Powerwolf auch eine Entwicklung vorwärts durchziehen können. Die große Bewährungsprobe wird unweigerlich die nächste Scheibe werden, denn „Preachers Of The Night“ so einfach zu toppen dürfte schwierig werden.

Natürlich haben Powerwolf nicht einmal das eigene Rad neu erfunden, in diesem Fall macht das aber nichts, denn die Truppe hat es anscheinend mit Leichtigkeit geschafft, das Vorgängeralbum (das sich übrigens auch sicherlich nicht verstecken muss) zu toppen. Wie diese Entwicklung beim nächsten Langspieler aussieht, das bleibt abzuwarten. Irgendwann ist es zu viel pompöses Getue und Schauspielerei. Bis dahin darf man sich aber getrost an der aktuellen und gelungenen Langrille erfreuen.

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