Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Powerman 5000: Builders Of The Future

PM5K werden allmählich zahnlos
Wertung: 5,5/10
Genre: Industrial Rock
Spielzeit: 34:20
Release: 27.05.2014
Label: T-Boy Records/Universal Music Group

Das Musikbusiness ist und bleibt einfach ein Inzestbetrieb, gerade die abseits des Mainstream stattfinden Genres nehmen sich da nichts. Beim Recherchieren zum neuen Powerman 5000-Output „Builders Of The Future“ stellt sich beispielsweise heraus, dass Sänger und einziges Gründungsmitglied Spider One der kleine Bruder von Rob Zombie ist. Was es nicht alles gibt…

Die neue und mittlerweile siebte Platte „Builders Of The Future“ kommt über das neu gegründete Label T-Boy Records heraus und verspricht zumindest beim Artwork den typischen Industrial-Rock-Sound. Die Schreiberin dieser Zeilen kennt die Truppe allerdings in erster Linie von Soundtrack-Veröffentlichungen: „Scream 3“, „Bride Of Chucky“, „Freddy Vs. Jason“, „Alone In The Dark“, … überall tummelt sich das Quintett, das erst letztes Jahr zu drei Fünfteln ausgewechselt wurde. Seit 1991 ist die Band allerdings schon unterwegs, da stellen sich schon mal Verschleißerscheinungen ein.

„Builders Of The Future“ läuft etwas über eine halbe Stunde durch die Boxen und wartet mit zehn Tracks auf – ziemlich durchschnittlich also. Und letztlich ist dies genau das Prädikat, das auch auf die Scheibe passt. Zwar verfügen PM5K ohne Zweifel über einen recht hohen Wiedererkennungswert und ein Gros der Songs geht direkt ins Ohr. Das ist aber auch mit das Problem: Sie nisten sich schnell ein, sind dann aber entweder genauso schnell wieder verschwunden oder – was fast noch schlimmer ist – kleben wie Kaugummi an der Hirnrinde und lassen sich tagelang nicht mehr vertreiben.

Dazu kommt das grundsätzliche Problem von Electro-Kapellen: Die Texte sind zumeist nicht unbedingt tiefgründig, viel eher wird auf viele Wiederholungen gesetzt – ein gutes Beispiel hierfür ist „You’re Gonna Love It, If You Like It Or Not“, aus dem man rein vom Titel her einen richtig schön aggressiven Stampfer hätte machen können, das aber nur dünn vor sich hinplätschert.

Dabei startet das Album mit „Invade, Destroy, Repeat“ gar nicht mal schlecht, ein Hauch von Konzertatmosphäre kommt auf und der Aggressionslevel wird für Powerman-Verhältnisse schon recht hoch angesiedelt. „How To Be A Human“ fängt dann dafür umso lascher an, man muss der Truppe aber den zynischen Text zugute halten, der wirklich gut ausgefallen ist und bei dem man auch als Hörer das Gefühl hat, dass sich jemand länger als zwei Minuten Gedanken gemacht hat. 

Völlig aus dem Rahmen fällt dann das sehr ruhige „I Want To Kill You“, das mit Akustikgitarre daherkommt und eine sehr positive Überraschung für diejenigen darstellen sollte, die nach einer Handvoll Durchläufen etwas enttäuscht vom Rest des Albums sind. Ohne große Höhepunkte, dafür aber konstant gut fließt der Song vor sich hin und bildet einen schönen Kontrast zu den sonst sehr tanzbaren Tracks der Amis.

Insgesamt nehmen sich die Soundtrackbeiträge leider ungleich spannender aus als man es (mittlerweile) von der Band auf Albumlänge behaupten kann. „Mittlerweile“ deshalb, weil die Truppe ein paar Alben zuvor noch recht knackigen Industrial Rock mit dreckiger Stimme gemacht hat, mittlerweile aber eher ein bisschen in die Dark-Electro-Richtung abdriftet, was leider vor allem Spider One nicht gut zu Gesicht steht. Der Mann hat zwar eine angenehme Stimme, nutzt diese aber kaum noch in ihrer vollen Bandbreite. Schade eigentlich. Tanzen kann man auf „Builders Of The Future“ aber trotzdem.

comments powered by Disqus

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17