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Powderhog: Powderhog

Ein sehr druckvolles und technisch sauberes Debütalbum
Wertung: 7/10
Genre: Garagen-Rock
Spielzeit: 39:21
Release: 27.06.2008
Label: Trechoma Records

Powderhog sind eine neue Rock-Band aus Dänemark, einem Land, das in letzter Zeit so einige gute neue Rock-Acts hervorgebracht hat. Man darf also gespannt sein, was uns dieses Quartett auf seinem Debütalbum „Powderhog“ zu Ohren kommen lässt.

Die Band spielt flotten Garagen-Rock, der wider Erwarten soundtechnisch in sehr guter Qualität daherkommt. Produziert wurde der Longplayer von Jacob Hansen (Volbeat, Rob Rock, Mercenary, u.a.). Man verzichtet hier auf langsame oder balladeske Stücke, sodass alle Songs im mid bis up-Tempo Bereich liegen. Jedoch schafft es die Band in ihre Musik, eine große Portion Groove hineinzupacken.

Songs wie „Sweet Bullet“, „Coming Home Again“, „Opium“ oder „Fuel To Burn“ gehören zu den schnellsten und härteren Tracks des Studiowerks. Der treibende Sound wird vor allem durch Gitarre und Drums erzeugt, wobei die Gitarre zwischen der Rhythmus-Fraktion und der Melodieführung wechselt und so manches gute Solo und Riff erklingen lässt. Der Gesang ist bei diesen Titeln sehr rau, rauchig und taucht auch häufig als Schreien auf. Nur selten wird, wie bei „Coming Home Again“, auf Backingvocals zurückgegriffen.

„A Thousand Ways Out Of Here?“, „Losing Your Head”, „Another Trip” und “She Sells Misery” gehören dynamisch in die mittlere Ebene. Vor allem erst genannter schlägt klanglich sehr fröhliche Töne an, was im Gesamtbild des Albums verwunderlich ist, aber eine gute Abwechslung bietet. Die Vocals sind nun ebenfalls ruhiger und melodischer geworden. Interessant ist hier vor allem der Mittelteil mit gezupfter Gitarre und Gesang, welches sich dann mit Einsetzten des Schlagzeug langsam ins frühere Tempo zurückarbeitet. Auffällig ist auch, dass zwischen den ersten drei Songs kein klarer Übergang erkennbar ist, sie gehen fließend ineinander über. Zwar ist das ein schöner Effekt, der auch passend ist, aber man hätte ihn besser über das Gesamtwerk verteilen können. Eine klangliche Abwechslung biete zuweilen auch „Another Trip“ bei dem die Gesanglinien an manchen Stellen sehr gezogen und gedehnt erklingen.

„For The Guilty“ und „Girl (You’ve Got To Let Me Go)“ erinnern an amerikanische Rockbands mit leichtem Grunge-Einfluss. Allerdings bieten beide Titel ein gutes Kontrastprogramm. „For The Guilty“ ist der wohl melodischste Track auf „Powderhog“, der zumindest in Richtung ruhig tendiert. Interessant sind vor allem die Wechselspiele zwischen Rhythmus und Melodie, wie sie ähnlich auch bei „Fool’s Gold (Keep Diggin’)“ zu erkennen sind. Im Gegensatz dazu ist „Girl“ viel stärker rhythmisch ausgelegt und tönt zuweilen fast abgehackt aus den Boxen.

Fazit: „Powderhog“ ist ein sehr druckvolles und technisch sauberes Debütalbum der Dänen. Die Band lässt eine große Spielfreude und Leichtigkeit erkennen, was sich vor allem in der häufig hohen Eingängigkeit der Titel niederschlägt. Jedoch hat auch dieses Album leider ein Manko. Dies ist die Ähnlichkeit der Songs. Es gibt keinen Track der sich wirklich durch irgendetwas heraushebt und von den anderen unterscheidet. Alle Stücke sind zwar in flottem Tempo eingespielt, jedoch fehlt zum Beispiel bei „Fuel To Burn“ einfach ein Höhepunkt, ein irgendwie gearteter Ausbruch. Da misst man dann noch etwas die Kreativität. Empfehlenswert ist der Longplayer für Fans von Bands wie Backyard Babies, Danzig oder Unida. Alles in allem ein trotzdem gelungenes Debüt, welches vor allem durch seinen Groove und seine Bewegungs-Ambitionen bestimmt bei vielen das ein oder andere Mal mehr im Player landen wird.

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