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Postmortem: The Bowls Of Wrath

Oops!…I Killed It Again
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal / Thrash Metal
Spielzeit: 42:31
Release: 21.11.2014
Label: War Anthem Records

Und wieder legt eine deutsche Urformation des Extreme-Metal nach. Postmortem sind seit den beginnenden Neunziger Jahren am Start und haben seitdem schon für einige Furore im Underground gesorgt. Jetzt steht das neue Schlachtfest des Quartetts an. Die Scheibe hört auf den Namen „The Bowls Of Wrath“ und klingt für Postmortem im ersten Moment ziemlich modern.

Allerdings nur im ersten Moment. Der Sound ist tatsächlich relativ aktuell, aber keineswegs überproduziert. Ein gut produziertes Drumset trifft auf einen ziemlich fiesen Gitarrensound, der einem irgendwie Schmerzen in den Zahnwurzeln verursacht - was hier durchaus positiv zu verstehen ist. Der Bass von Tilo Voigtländer dürfte ein bisschen lauter sein, aber gut hörbar ist der Tieftöner trotzdem. Eine wahre Freude ist es, dem Geschrei von Matthias Rütz zu lauschen. Auch er verharrt zwar meist im monotonen Schreigesang, aber er versteht es, das Geschrei durch verschiedene Stilmittel wie veränderte Tonlagen oder einen geschrienen Erzählton („Doomsday Killer“) interessant zu halten. Hier wird auch nach längerem Zuhören nichts langatmig.
Die Songs der Truppe sind jetzt nicht übermäßig kompliziert aufgebaut, aber sie können mitreißen. Tatsächlich alle Titel gehen schnell ins Blut und infizieren einen förmlich.

Gut zu erläutern ist das zum Beispiel am Lied „Pagan God“. Hier wird ein mitnehmendes Riff gekonnt mit einem genauso mitreißenden Refrain kombiniert. Dazu kommt die oben schon besprochene Gesangsakrobatik von Matthias. Das Ergebnis ist ein spannender Titel, der lange Zeit begeistern kann. Ähnlich verhält es sich auch mit „Hate Covers Hate“. Hier ist es aber weniger das Gitarrenriff, das den Hörer in den Bann zieht. Stattdessen trumpft bei dieser Nummer vor allem Drummer Max Scheffler auf und überrascht mit waghalsigen Fills und Bridges. Das Ergebnis ist ein Song mit vielen Tempiwechseln und mit etwas verschobener Struktur. Trotzdem dürfte „Hate Covers Hate“ eines der besten Lieder auf der Platte sein.

Auf den Punkt gebracht hat das Album einiges zu bieten. Postmortem bewegen sich zwar schon im ziemlich extremen Sektor, aber durch die eingängigen Riffs und den vielseitigen Gesang dürften sie auch Metalfans jenseits der ganz harten Schiene ansprechen. Zumal die Scheibe ja auch einen ganz guten Sound hat. Zu empfehlen ist die Platte deshalb für alle, die nicht nur voll eine aufs Maul brauchen, sondern auch für Fans des eher mengentauglichen Metals. Man sollte die Langrille unbedingt mal antasten, denn Postmortem machen seit langem einen guten Job und hätten deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient (wie viele andere Bands leider auch). Außerdem haben die vier Mannen hier eine Platte hingelegt, die ganz ordentlich rockt. Fernab von jeglichem Kultstatus kann die Musik also einfach überzeugen. Und das sollte ja schließlich auch das Hauptargument für jeden CD-Kauf sein.

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