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Posithrone: Necropoles

Selbst für ein Debütalbum recht schwach
Wertung: 5/10
Genre: Space Metal
Spielzeit: 40:02
Release: 03.12.2009
Label: Sleaszy Rider Records

Lustig ist es ja allemal, wie sich immer wieder abartige neue Subgenres entwickeln, von denen kein Mensch weiß, was eigentlich dahinter stecken soll. Da gibt es Porngrind, wie zum Beispiel bei den Herren von Lividity, Discocore (unter anderem bei den Mannheimern Stop! Death Behind Her Smile) oder eben Space Metal, wie ihn die Österreicher Posithrone spielen. Hierbei handelt es sich um nichts anderes als eine etwas krude Mischung aus Symphonic Metal, Doom, Technical Black Metal und klassischen Metalelementen. Dass einem nicht nur bei der Aufzählung schon der Kopf schwirrt, sondern auch beim Hören der Platte, dürfte keine Überraschung sein.

Auf ihrem Debütalbum „Necropoles“, das bereits Ende letzten Jahres erschien, präsentieren sich die Herren Son O.R.B., zuständig für Gesang und Gitarre(n), Bassist Low Rider 01, Drummer Hailblast 01 und Keyboarder Maestro 01 zwar teils durchaus spielfreudig und versiert, irgendetwas am Sound des Quartetts sorgt aber für Irritationen. Sind es die zu lauten Gitarren, der im Vergleich etwas zu leise Gesang oder ist es einfach die Tatsache, dass die Namen der Vier eher nach Verarsche als nach ernstgemeinten Synonymen klingen?

Beim Intro wird schon direkt klar, Maestro scheint nicht wirklich ein Meister seines Fachs zu sein, sonst hätte er bei seinem eigenen Stück die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und sich nie wieder auf der Straße blicken lassen: „Intro (La Follia Infernale Pt. I)“ klingt, als wäre es aus einem zweitklassigen Vampirfilm der frühen 1940er Jahre oder so geklaut worden – dazu gesellen sich lustige „Phantom der Oper“-mäßige Orgelkeyboards, die eher zu Lachanfällen verleiten, als eine spacig-düstere Stimmung aufzubauen. Weiter geht´s schon wenig später mit „We Are The Way“, dem man einen gewissen Charme nicht absprechen kann; dennoch klingen die Keys irgendwie billig, man kann sich ungefähr vorstellen, was die Band unter dem Banner Technical Black Metal versteht, zumindest klingt der knarzig-missmutige Gesang annährend danach. Von „Technik“ ist allerdings wenig zu hören, schon gar nicht von solch anspruchsvoller, die in besagtem Genre nun mal Pflicht ist.

„White Sun“ lässt sich relativ vielversprechend mit coolen Gitarren an, klingt aber spätestens beim Refrain ein wenig nach Fear Factory im Seniorenheim. Ein symphonisch anmutendes Keyboardsolo rettet den Song tatsächlich kurzzeitig, bevor der etwas merkwürdige Gesang wieder einsetzt. „Prodigal Soul“ fährt die ruhigere Schiene, wartet sogar mit sehr schönen Gitarrenriffs und ansprechenden Keyboardpassagen auf – aber der Gesang im Refrain schlägt dem Fass buchstäblich den Boden aus. Herr O.R.B. klingt, als wäre er in einer Karaokebar zum Singen gezwungen worden und könnte den Text nicht richtig; der Gesang hinkt einfach immer einen halben Takt hinter dem Rest der Band her und selbst wenn das gewollt war – was man anzweifeln könnte – ist das eine denkbar schlechte Idee, einen unverwechselbaren Sound zu kreieren.

Das etwas sleazige „Alpha Galaxia“ quält sich zumindest gesanglich über den bisherigen Durchschnitt, und auch das doomig angehauchte „Necropolitan Day“ verdient durchaus das Prädikat „gut“. Leider kommt der Umschwung etwas zu spät, die CD neigt sich sang- und klanglos dem Ende zu, zurück bleibt ein fader Nachgeschmack. Zwar ist „Necropoles“ erst das erste Album einer noch jungen Band, dennoch muss nicht zuletzt am Gesang noch ordentlich gefeilt werden, bevor die nächsten Stücke auf die Menschheit losgelassen werden können.

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