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Port Noir: Neon (EP)

Da wäre wesentlich mehr drin gewesen
Wertung: 6,5/10
Genre: Atmospheric Rock
Spielzeit: 16:49
Release: 30.10.2015
Label: Century Media Records Europe

2011 gegründet und kurz darauf von In Flames-Fronter Anders Fridén entdeckt, haben Port Noir mit „Puls“ bisher ein Album veröffentlicht. Dank einem Deal mit Century Media steht jetzt mit der EP „Neon“ der zweite Output der Band ins Haus. Genretechnisch lässt sich das Trio dabei nicht ganz so leicht beschreiben. Atmosphärischer Art-/Synthie-Rock mit starkem Fokus auf verzerrte Gitarrensounds und hypnotischen Gesang trifft es vielleicht am besten. Aber egal wie man den Stil nun genau definieren mag, das schwedische Trio wirkt vor allem aufgrund der dichten Atmosphäre, die sie in ihren Songs kreieren. Die neue EP bietet dafür vier Kostproben.

Den Anfang macht der Titeltrack „Neon“. Die Nummer bahnt sich mit einem Disco-artigen Beat an und stellt die hypnotische Stimme von Fronter Love Andersson in den Vordergrund. Eher simpel gestrickt, zieht der Song einen zwar sofort in seinen Bann, verliert mit der Anzahl an Durchläufen aber zumindest einen Teil seines Charmes. Der zweite Song greift die Stimmung des Vorgängers perfekt auf, sodass die beiden Nummern fast verschmelzen, wobei die zweite Hälfte des Songs, in der das bisher vorherrschende Kompositionsschema etwas unterbrochen wird, eigentlich die bessere ist.

„De Revuelta“ beginnt dann im Gegensatz zu den beiden Vorgängern etwas rifflastiger, verfällt aber auch schnell wieder in die vorherigen Muster, was der starken Gesangsperformance zum Trotz in aufkeimender Langeweile resultiert. Der Abschlusstrack schließlich greift wiederum die Atmosphäre des Vorgängers auf und weiß mit einer netten Bridge aufzuwarten. Auch wenn dias Trio ihren Sound hier etwas mehr variiert, als so richtig abwechslungsreich kann man auch die letzte Nummer nicht wirklich beschreiben und dementsprechend macht sich dann doch so langsam ein Mix aus Langeweile und Enttäuschung breit – irgendwie hat man einfach das Gefühl, dass hier noch etwas mehr drin gewesen wäre.

Mit nur knapp über 16 Minuten fällt die EP zwar alles andere als umfangreich aus, allerdings reicht im Grunde auch eine Viertelstunde um einen Eindruck davon zu vermitteln, wofür Port Noir stehen. Auch wenn „Neon“ nicht von Grund auf schlecht ist und einen gerade in den ersten Durchläufen einzufangen vermag, ein Must-Have ist die EP mit Sicherheit nicht. Denn der Spaß, den die Scheibe zu Beginn macht, währt leider nicht allzu lange, da sich die Kompositionen der Schweden doch sehr schnell abnutzen. So resultiert der Fokus auf den Gesang darin, dass die Songs instrumental sehr eindimensional ausfallen. Und nur der Gesang reicht auf Dauer dann auch nicht. Zwar finden sich schon ein paar Stellen, in denen so etwas wie Abwechslung aufkommt, insgesamt klingen die vier Kompositionen aber zu ähnlich, um dauerhaft zu fesseln.

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