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Polarkreis 18: Polarkreis 18

Ein Album, das einfach mal anders ist.
Wertung: 9/10
Genre: Elektrorock / Experimentell
Spielzeit: 43:12
Release: 16.02.2007
Label: Motor Music

1997 taten sich drei der fünf heutigen Bandmitglieder (Felix Räuber, Bernhard Wenzel und Uwe Pasora) zusammen, um ihrer Leidenschaft zur "Schrabbelmusik" nachzugehen und selbst zu musizieren. Ihr erstes Konzert gaben sie damals im engsten weihnachtlichen Familienkreis.

Mit wachsendem lokalen Erfolg und Einflüssen des Post-Rock aus Chicago entwickelte sich die Musik zu Anfang des neuen Jahrtausends in Richtung eher experimentellerer Gefilde. Als Mitte 2005 Philipp Makolis und Christian Grochau die Band ergänzten, war die Kombo auch als konzeptionierte Liveband aktiv. Auf der Bühne wurde die Band unter anderem durch Bläser und Streicher ergänzt, wie zum Beispiel im Dresdener Schauspielhaus, wo Polarkreis 18 vor 1000 Besuchern und Standing Ovations ihre Songs performten.

Polarkreis 18 wirft etwas völlig neues in die deutsche Musiklandschaft! Völlig neu? Nicht ganz! Die Besetzung war mit Gitarre, Bass, Keyboard/Elektronik, Drums und Klavier durchaus nicht neu. Aber die Art und Weise, wie die einzelnen Komponenten zusammenwirken, gab es in der Form bisher nicht oft. Wenn man den Namen "Polarkeis 18" hört, wird man wohl zu erst an Kälte, Schnee, Eis und weisse Weiten denken.

Dies jedoch deckt sich keinesfalls mit ihrer Musik. Wärme und Emotionen durchfluten jeden der 11 Songs. Auch triste, weite, weisse Landschaften sind in der Musik nicht aufzufinden. Im Gegenteil: Eine große, spannende Landschaft wird durch den Sound kreiert. Wie ein Vogel fliegt man frei auf Felix' Stimme durch die Welt. Hoch und gefühlvoll schwebt man über die Landschaft.

Diese Erfahrung lässt sich besonders im Song "Dreamdancer" nachempfinden. Eingänge, träumerische Melodien und der Tanz auf den Vocals durch das Traumland. Die Streicher verschaffen dem Flug weitere Dynamik, bis sich urplörzlich riesige Gitarrenwände um einen aufbauen. Ein spannender Traum, durch den der "Dreamdancer" tanzt.

Ein weiteres Highlight ist der Song "Look". Hier gehen die 5 Jungs so richtig aus sich heraus! Hektische Melodien und Widerhaken machen aus dem Song ein richtig interessantes Dance-Feeling. Den ruhigen Ausklang bildet der Song "Under This Moon". Passend als Abschluss. Besonderes Charakterstikum aller Songs ist der sehr sanfte, gefühlvolle Gesang Felix Räubers.

Mein Fazit: Das Debütalbum der Dresdener ist mehr als überzeugend. Ein Album, das einfach mal anders ist. Etwas Besonderes für den aufmerksamen Hörer, gleichzeitig leichte und schöne Kost für den "Nebenbeihörer". Wer also auf Popmusik mit experimentellem, elektronischem Touch steht, sollte sich unbedingt an "Polarkeis 18" herantrauen. Angst vor Kälte und Schneeöde ist hier fehl am Platz!

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