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Planethard: Crashed On Planet Hard

Potential allein reicht nicht
Wertung: 6.5/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 47:44
Release: 11.07.2008
Label: Music Buy Mail

Lupenreinen Hardrock aus Italien legen uns hier Planethard vor. Die vier Recken starteten wie die meisten Bands damit, dass sie Songs ihrer Idole coverten. Doch schon nach kurzer Zeit entschloss man sich dazu, eigenständigere Wege einzuschlagen. Ihr erstes Album „So Good“ liegt nun auch schon etwas zurück und somit wurde es Zeit für den Zweitling aus Italia und der liegt nun mit „Crashed On Planet Hard“ vor.

„You Know Who You Are“ beginnt mit Banjotönen, welche ruhig etwas länger ein gewisses Countryflair hätten verströmen lassen dürfen. Aber schon nach ein paar Sekunden ertönen die Gitarren und man weiß, was den Hörer erwartet. Guter solider Rock, der auch durchaus im Radio gespielt werden könnte. Trotz diverser gelungener Teilstücke wie dem mal hervorragenden Bass von Alessandro Furia oder dem guten Gitarrensolo von Mastermind Marco D`Andrea schafft es die Band allerdings nicht, wirklich für Begeisterungsstürme zu sorgen. Das liegt zum Teil daran, dass nicht kräftig genug gerockt wird

„Unchain My Heart“ weist hier schon mal einen deutlich prägnanteren gelungenen Refrain auf. Man versucht hier, auch deutlich bestimmter daher zu rocken. Nicht schlecht, das geht in die richtige Richtung, wobei ich mir wünschen würde, dass noch ein zweiter Gitarrist dabei wäre, das würde dem Sound der Band wirklich gut tun.

Locker flockig und mit positiver Energie, passend zum hier nicht vorliegenden sonnigen Wetter strömt „If I Want To Forget (Her Love)“ aus den Lautsprecherboxen. Der gute Refrain und die Stimmung steigt. Man bekommt unweigerlich gute Laune, auch wenn der Text ja eher in eine andere Richtung geht. Coole Nummer mit leichtem Abgehtouch, wobei ich mir hier ein sehr schnelles Solo gewünscht hätte.

„I’ll Be There” beginnt mit der Akustikgitarre, bevor Sänger Marco Sivo erklingt und loslegt. Leider kann das Niveau des Songs davor nicht gehalten werden, zu sehr klingt der Song wie zu wiedergekäut und aufgearbeitet. Da hilft auch die gute Stimme, die der Sänger hat, nicht wirklich weiter.

„You Got That Fire” rockt dann auch etwas kräftiger nach vorne. Mangels zweiter Gitarre und den sich immer mehr Axl Rose annähernden Vocals schafft die Band es allerdings nicht, wirkliche Akzente zu setzen. Die Riffs hätten ruhig etwas rauer klingen können und der ohnehin vorhandene Groove noch ausgeprägter. So schafft man es leider nicht, sich aus dem Mittelmaß zu erheben, auch wenn speziell bei diesem Song Drummer Stefano Arrigoni ein paar schöne Akzente zu setzen in der Lage ist.

„Without Words“ begeht dann die Reise eher in Richtung US Rock, was ja nicht schlimm oder schlecht ist. Die leicht balladesk angehauchte Nummer wird aber leider etwas zu zügig dargeboten. Langsamer und gefühlvoller hätte man hier wohl ein weiteres kleines Highlight wie den dritten Song erschaffen.

Die erste waschechte Ballade kommt dann erst jetzt mit „She“. Ein zuckersüßer Refrain sorgt für verträumte Stimmung. Das macht Spaß, auch wenn die Qualität der Idole der Band nicht erreicht wird, so ist hier ein wirkliches Highlight des Albums entstanden.

„Everything“ ist dann aber so etwas wie das Lowlight des Albums. Irgendwie wie schlecht zusammengestückelt wirkt der Song. Einzelne Passagen kommen richtig abgehackt rüber, wenn dann der Tempo- bzw. Melodiewechsel ansteht.

Nicht wirklich besser wird es dann mit „Kill Me (But First Kiss Me)“, der sich im Uptempobereich ansiedelt, aber mangels gelungener Refrains nicht wirklich punkten kann. Zweistimmige Gitarrensoli würden sich hier richtig gehend anbiedern, zumal man sich da gegenseitig anstacheln würde. Aber das ist halt nicht der Fall, so hört man nur heraus, dass durchaus Potenzial vorhanden ist.

Warum man dann zum Abschluss die zweite echte Ballade des Albums bringt, ist mir schleierhaft. Das generierte Piano wird recht hart angeschlagen. Darüber schwebt die Stimme des Sängers. Durchaus gelungen, wenngleich kein guter Abschluss für ein Album. Wenn man hier den Refrain noch ein wenig mehr herausgearbeitet hätte, könnte man von einem weiterem Highlight sprechen.

Fazit: Eine grundsolide Hardrock Scheibe mit Radioambitionen haben die Italiener von Planethard hier abgeliefert. Die Produktion ist in Ordnung, wenngleich der Tiefton etwas ausgeprägter hätte ausfallen können, um eben auch bei den rockigeren Nummern für mehr Druck zu sorgen. Ein zweiter Gitarrist wäre sicher förderlich und würde mehr Möglichkeiten bieten, den Sound insgesamt aufzupolieren. Das soll aber sicher nicht heißen, dass hier ein Manko auf Seiten von Marco D`Andrea vorliegt, aber eine Person kann nicht wie zwei klingen

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