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Planet X: Quantum

Unsterblichkeit oder Extravaganz?
Wertung: 9/10
Genre: Progressive Rock, - Metal
Spielzeit: 50:52
Release: 18.05.2007
Label: InsideOut Music GmbH

Unsterblichkeit oder Extravaganz? Genau das ist hier die Frage. „Planet X“, die Band von Drummer Virgil Donati (Steve Vai, Steve Walsh (Kansas)) und Keyboarder Derek Sherinian (ehemals Alice Cooper, Dream Theater, Platypus) hat sich für das Extra... entschieden. Während Donati bisher eher als unbeschriebenes Blatt galt, so war der gute Derek mit „Dream Theater“ fast schon auf dem Weg zur Unsterblichkeit angelangt.

Manche Dinge ändern sich! „Quantum“ ist Album Nr. 4 der Zwei – Mann – Band.

Acht der neun Kompositionen stammen aus der Feder von Herrn Donati. Herr Sherinian bringt seine Ideen mehrheitlich in die unter seinem Namen veröffentlichten Soloplatten ein. Neben diesen beiden verewigten sich jeweils zwei Gitarristen und Bassisten auf dem Silberling. Erwähnenswert ist, dass Gitarrist Allan Holdsworth (UK, Soft Machine, spielte mit Gong, Jack Bruce (Cream) und Bill Bruford (Yes)) eine mehr als hochkarätige Verstärkung für das Künstlerkollektiv darstellt. Ursprünglich für die gesamte CD eingeplant, konnte sich der Gute aus Zeitgründen nur bei zwei Titeln einbringen, als da wären „Desert Girl“ und „The Thinking Stone“. Diese sind schlichtweg genialer Instrumentalprog und meine erklärten Favoriten.

Gitarrero Brett Garsed, der bereits auf Sherinian’s erste Soloplatte zu hören ist, hat ebenfalls einen Superjob abgeliefert. Seine als Legato – Stil bezeichnete Spielweise passt hervorragend ins Gesamtkonzept. (Die Spielanweisung legato (=gebunden) gibt an, dass die Töne einer Melodienfolge ohne Unterbrechung oder Neuartikulation erklingen sollen. Bei Zupfinstrumenten ist es mit Hilfe der Legatotechnik möglich, Noten sehr flüssig zu spielen, ohne dass der Anschlag jeder Note mit dem Plektrum oder durch das Zupfen zu hören ist.) Und um Missverständnisse auszuschließen, für die Jungs an den Viersaitern gilt dies gleichfalls.

Musikalisch stellt sich das zu Hörende als eine Fusion aus Rock, Metal, Progressiver Musik und Jazz dar. Alle Songs sind extrem komplexe Gebilde, die auch nach mehrfachem Genuss keinerlei Langeweile oder Verschleiß aufkommen lassen. Bei jedem neuen Durchlauf lassen sich bis dato unerkannte Feinheiten und Ideen entdecken. Als äußerst angenehm empfinde ich die Tatsache, dass keines der kleinen Meisterwerke viel länger als sieben Minuten ist. Angesichts der bereits erwähnten Komplexität schlägt sich dies beim Hören, Schwelgen und Genießen sehr positiv nieder, da das erforderliche Maß an Aufmerksamkeit nicht überstrapaziert wird.

Sherinian bezeichnet die Band als „verrückteste Instrumentalband der Welt“ und ihre Musik als „Metal Fusion on Steroids“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Fazit: Ein weiteres überdurchschnittliches Album aus dem Hause InsideOut.

P.S. (nur ausnahmsweise): Lasst Euch nicht von den sehr ausgefallenen und zuweilen sehr eigenwillig wirkenden Songtiteln abschrecken!!!

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