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PKEW PKEW PKEW: Optimal Lifestyles

Ein Coming-of-Age-Album mit allen Facetten des Punkrock
Wertung: 8/10
Genre: Punkrock
Spielzeit: 34:46
Release: 01.03.2019
Label: Big Scary Monsters

Wenn man sich fragt, welches Genre PKEW PKEW PKEW bevorzugen, muss man sich nur mal die Tracklist zur neuen Scheibe „Optimal Lifestyles“ anschauen. Das zynische betitelte Neuwerk kommt nämlich auf 15 Songs und 35 Minuten Spielzeit – kurze Songs und davon viele? Es bleiben nur Punk und Grindcore als Möglichkeiten und zumindest das Coverartwork gibt dann doch eine grobe Richtung vor. Mit einer Mischung aus Punkrock, Pop Punk, Rock‘n‘Roll und allem, was so dazwischen diffundiert, halten sich die Kanadier seit immerhin sechs Jahren die Treue und kredenzen nun ihr zweites Full-Length-Album.

Mit dem niedlichen Namen erwartet man als Nichtkenner im ersten Moment gar nicht allzu viel von den Jungs, die ironischen Texte sollte man sich dann aber schon genauer anschauen: Mit dreierlei Stimmen berichten die Kanadier von Saufgelagen, Skateunfällen, verdrogten Wochenenden und so ziemlich allem, was nicht unbedingt zu einem „optimal lifestyle“ passen mag. Besonders schön auch Passagen wie im schwungvollen „Skate 2“: „Shred until you're dead or until you break your wrist again“ – da weiß man dann ungefähr, worauf man sich bei den Punkern einzustellen hat.

Überraschen können PKEW PKEW PKEW aber dennoch stellenweise, nicht nur mit fiesen Texten, sondern auch mit allerlei musikalischen Einlagen wie beispielsweise direkt beim Opener „Still Hanging Out After All These Years“, das mit Rock‘n‘Roll-Gitarren und ordentlich Drive einen schönen Einstand in den Zweitling bietet. Auch Stücke wie das drumlastige „Mt. Alb“ können überzeugen, zumal hier besonders die verschiedenen stimmlichen Auswüchse der Gitarristen Mike Warne und Ryan McKinley sowie Basser Emmett O‘Reilly deutlich werden – einer der Herren hat zwar ein etwas nöliges Organ, auch das passt aber immer wieder gut ins Gesamtbild.

Gerade bei Tracks wie „The Pit“ (ha, danke Jungs!) hat man irgendwie das Gefühl, dass sich hier Insider tummeln, die man nie so ganz begreift – trotzdem freut man sich ein bisschen, dass man dabei sein darf. Diese Atmosphäre zieht sich übrigens über das ganze Album und macht es zu einem recht familiären Stück Musik.

Das Gute an schlechten Punksongs: Sie sind nie besonders lang. Die guten aber leider auch nicht, also skippt man dann doch noch das ein oder andere Mal zurück zu unter anderem „Skate 2“ und dem Opener, und berauscht sich an der spürbaren Begeisterung, die da durch die Lautsprecherboxen schallt. Schlechte Songs kann man auf „Optimal Lifestyles“ tatsächlich gar nicht finden, nur einigen Songs hätte etwas mehr Drive ganz gut getan: „Adult Party“ ist so ein Beispiel für einen wahnsinnig geilen Song (vor allem mit dem Singalong „rich kids, go fuck yourselves“), dem aber zwischendurch ein bisschen Pfeffer fehlt. Dennoch: PKEW PKEW PKEW sind trotz ihres Namens alles andere als niedlich, sondern wissen, wie man ordentlich Stimmung macht. Mit „Optimal Lifestyles“ reiht sich so ein buntes Stück Punkrock in jede Sammlung ein, das sicherlich vor allem im Sommer noch mal zu neuer Beliebtheit finden wird.

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